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Bangkok 2012 II

29.03.2012

Bangkok, 37 Grad, sehr bedeckt

Hallo,

heute lassen wir es ruhig angehen. Wir schlafen bis 08.30 Uhr und genießen die Zeit auf unserer Dachterrasse.
Wie sollen wir das jetzt beschreiben ?
Irgendwie ist die Luft raus !
Wir sind angekommen in „unserer Stadt“.
Uns fällt es schwer, uns aufzuraffen !!
Laufen ist irgendwie nicht mehr wirklich drin, nah den Kilometern, die wir hinter uns haben !!!
Wir wissen selber nicht, was los ist !
Und da wir im letzten Jahr schon viele Stunden in der Stadt verbracht und auch schon sehr viel gesehen haben, haben wir unser Programm diesmal ein wenig heruntergefahren.

vorne rechts, der erste Tisch ist unser Stammplatz
vorne rechts, der erste Tisch ist unser Stammplatz

bei dieser Aussicht ist das ja auch kein Wunder !!!
bei dieser Aussicht ist das ja auch kein Wunder !!!

Nach einem guten Frühstück und unzähligen Kaffee und stundenlangem starren auf den Fluss, brechen wir dann doch auf.
Da wir das laufen einschränken wollen, gehen wir zum Expressbootanleger 4 ( Marine Department) und fahren diesmal auf dem Chao Phraya in Richtung Süden. Diesen Bereich haben wir im letzten Jahr noch nicht besucht.

Anleger 4, Marine Dep.
Anleger 4, Marine Dep.

Unterwegs schießen wir noch ein Bild vom Fluss.

An der Station „Wat Rajsingkorn“ ( Nr. 3) verlassen wir das Schiff und schauen uns mal ein wenig um.
Ok, das Expressboot mit der gelben Flagge fährt noch eine Station weiter, die hält aber nicht überall.

Hier ist Endstation
Hier ist Endstation

Gleich nach ein paar Metern erreichen wir den Wat, der aber sehr mit Ständen und Werbeplakaten zugebaut ist, sodass es nur ein Foto gibt.

im Wat Rajsingkorn
im Wat Rajsingkorn

Danach geht es weiter zur Charoen Krung Road und weiter nach Süden in Richtung Krung Thep Bridge.
Da wir hinter dieser Brücke vom Boot aus noch nen großen Wat gesehen haben, laufen wir mal in diese Richtung.
Ok, wir hatten mal wieder nicht bedacht, wie weit das ist.

die Krung Thep Bridge
die Krung Thep Bridge

Die Brücke zieht sich unendlich in die Länge, aber wir schaffen es und machen von der Brücke aus noch zwei Panoramafotos.

Foto von der Krung Thep Bridge Richtung Süden
Foto von der Krung Thep Bridge Richtung Süden

Foto von der Krung Thep Bridge Richtung Norden
Foto von der Krung Thep Bridge Richtung Norden

Nach der Brücke geht es dann nach links in Richtung Wat Daokanong.
Der wird (wie so viele hier) gerade renoviert und sieht bestimmt ohne Gerüst einmal richtig klasse aus.
Wir zeigen mal Bilder ohne Gerüst.

Wat Daokanong.....
Wat Daokanong…..

....mal wieder Treppen steigen
….mal wieder Treppen steigen

Im Anschluss laufen wir runter zum wateigenen Anleger und staunen nicht schlecht.
Hier werden wieder einmal Tüten mit Brot und Fischfutter verkauft, damit man die Fische im Chao Phraya füttern kann.
Wir sind erstaunt, wie viele Fische im Fluss unterwegs sind.
Auch an anderen Haltestellen der Expressboote ist uns aufgefallen, dass der Fluss sehr fischreich ist, was vermutlich noch vom Hochwasser herrührt, da ja dabei viele Fischzuchten zerstört worden sind. Wir gehen mal davon aus, dass das die Ursache dafür ist, da wir im letzten Jahr keinerlei Fische im Fluss gesehen haben !!

Fischreichtum im Chao Phraya
Fischreichtum im Chao Phraya

Wir machen uns wieder auf zum Anleger, da wir jetzt noch mit dem Boot zur Station Nr. 8 ( Tha Tien) fahren wollen.
Dort befindet sich der Wat Pho, den wir im letzten Jahr auslassen mussten, da wir zeitlich zu spät dran waren.
Achso, die Fahrt mit dem Expressboot kostet 15 THB (36 Cent) p.P., egal wie weit man fährt.
Unterwegs noch ein paar Fotos geschossen…

Chao Phraya
Chao Phraya

unsere Unterkunft vom Wasser aus
unsere Unterkunft vom Wasser aus

Wat Arun
Wat Arun

Zugang zum Anlager Tha Tien
Zugang zum Anlager Tha Tien

Hier merkt man sofort, dass alles voll auf den Tourismus ausgelegt ist.
Geschäft neben Geschäft…alles was das Touristenherz begehrt, ist hier zu bekommen !!!
Der kurze Weg zum Wat ist schnell geschafft und wir sind erstaunt, wie groß dieser Wat doch ist !
Wir sind davon ausgegangen, dass es dort nur den großen liegenden Buddha gibt, aber dass das Gelände so riesig ist, hätten wir nicht gedacht !!
Gegen einen Obolus von 100 THB ( 2,45 Euro) p.P. dürfen wir das Gelände betreten.

Wat Pho
Wat Pho

Nachdem wir uns gute 1,5 Stunden im Wat rumgetrieben haben, machen wir uns wieder auf den Weg zum Steg, um diesmal die Fähre zur anderen Seite zu nehmen.
Wie ihr ja schon auf den Bildern vom Wasser aus gesehen habt, liegt dort der Wat Arun, den wir auch noch nicht gesehen haben.
Für ganze 3 THB ( 7 Cent ) p.P. werden wir sicher zur anderen Seite gebracht.

Fährfahrt über den Chao Phraya
Fährfahrt über den Chao Phraya

Auf der anderen Seite setzt sich das touristische Szenario mit vielen Geschäften fort.
Auch hier müssen wir erst einmal den Eintritt von 50 THB (1,22 Euro) entrichten, bevor wir uns den Wat anschauen dürfen.

Wat Arun
Wat Arun

56 steile Stufen......
56 steile Stufen……

...nichts für Leute mit leichter Höhenangst...
…nichts für Leute mit leichter Höhenangst…

Auf der zweiten Ebene wird man dann mit ein tollen Aussicht über die Stadt belohnt.
Deshalb hier wieder Bilder im Panoramaformat.

Aussicht vom Wat Arun auf den Fluss
Aussicht vom Wat Arun auf den Fluss

Aussicht vom Wat Arun nach Süden
Aussicht vom Wat Arun nach Süden

Aussicht vom Wat Arun nach Norden
Aussicht vom Wat Arun nach Norden

Hier oben auf der Plattform haben wir dann noch einen „fotogeilen“ Mönch getroffen, der sich mit fast jedem Touristen und seiner eigenen Kamera hat fotografieren lassen.

Nachdem wir uns hier auch alles angeschaut hatten, blätterten wir während einer kurzen Pause im Reiseführer und fanden noch einen Platz, den wir heute besuchen können.
Die königlichen Barken liegen nicht weit entfernt und können besichtigt werden.
Wir schnappen uns ein Tuk Tuk und fahren für 70 THB (1,70 Euro) los.
Eigentlich ist es ganz einfach !! Immer nur die Arun Amarin Road nach Norden, über die Brücke und dann liegen die Hallen auf der rechten Seite.
Einfach gedacht, aber schwer zu finden, wenn sich der Fahrer (wieder mal) nicht auskennt. Inzwischen fängt auch schon der Berufsverkehr an und er biegt ab. Ich schreie kurz auf und deute…immer gerade aus !
Ja, ja, gibt er zu verstehen und meint, dass der Weg schneller geht. Dank der Karte im Reiseführer wissen wir aber so ungefähr, wo wir sind und verfolgen die Fahrtstrecke.
Das haut nicht hin !!!
Er fährt Kreise und hält plötzlich bei den Mopedtaxis an und fragt die Fahrer nach dem Weg.
Soweit wir verstehen….du musst über die Brücke fahren.
Na hab ich doch gesagt !!! Immer gerade aus !!!
Er fährt über die Brücke und immer weiter gerade aus.
An der ersten Ampel will er rechts abbiegen und wir deuten ihm, dass er wenden soll !!
Er staunt, macht es aber.
UND….nach gut 500 Metern sind wir am Ziel angekommen. Wir sehen das Schild am Straßenrand und sind angekommen !!!
Man, kennen wir uns aus in Bangkok…  … besser als so mancher Tuk Tuk Fahrer …

Das Hinweisschild ist leicht zu finden
Das Hinweisschild ist leicht zu finden

der Weg zu den Barkassen ist aber abenteuerlich.....
der Weg zu den Barkassen ist aber abenteuerlich…..

....wir sind echt richtig....
….wir sind echt richtig….

...wirklich...hier geht es lang....
…wirklich…hier geht es lang….

...aber der Weg will nicht enden....
…aber der Weg will nicht enden….

...wir sind aber wirklich angekommen !!! Die Schilder lügen nicht !!!
…wir sind aber wirklich angekommen !!! Die Schilder lügen nicht !!!

Also wir können kaum glauben, dass sich hier mal Touristen hin verirren !!!
Das ist ja sowas von weit vom Schuss, dass hier bestimmt nicht viele Besucher erscheinen.
Auch hier dürfen wir wieder 100 THB (2,45 Euro) p.P. Eintritt zahlen, zuzüglich noch einmal 100 THB für die Fotoerlaubnis !!
Und eine Videoerlaubnis würde noch einmal mit 200 THB zusätzlich zu Buche schlagen.
Und was ist hier zu sehen ?
Lange ,schmale reichverzierte Holzboote, an denen gerade restauriert wird.
Die Figuren an den Booten sehen schon klasse aus.
Einige, im 2. Weltkrieg zerstörte Boote stehen auch noch rum.
Ansonsten ist das Ganze hier nicht wirklich aufregend !!

königliche Barkassen
königliche Barkassen

Ok, wir waren mal hier, haben es gesehen, hat uns aber nicht vom Hocker gehauen !!
Wir machen uns dann zu Fuß auf den Rückweg über die Brücke eines Klongs, zum Sirirai Hospital, da sich genau dort der Anleger Nr. 11 ( Thonburi Railway) befindet.

Das Krankenhausgelände ist wieder sowas von groß, dass wir dort ein wenig orientierungslos umher irren.
Außerdem scheinen alle Autofahrer Bangkoks die Straßen durch das Gelände als Abkürzung zu nehmen.
Hier ist echt die Hölle los.
Wir finden aber schließlich den Weg…aber zum Anleger Nr. 10 (Wang Lang).
Kurz vor dem Ziel steht da plötzlich so ein Militärpolizist mit finsterem Blick in beigefarbener Uniform und deutet uns eindringlich mit einer Handbewegung, dass wir stehen bleiben sollen.
Ich deute ihm, ob wir da nicht durch dürfen und seine Handbewegung wird irgendwie eindringlicher.
Ok, wird wohl ein Militärgelände sein. Hier kommen wir nicht durch.
Na, dann nehmen wir den nächsten Weg.
Auch hier ist der Durchgang gesperrt, es stehen aber viele Leute rum und warten.
Warten wir auch.
Da kommt dann so ne Autokolonne mit vielen beigefarbenen Fahrzeugen durch.
Ahhhhhh, der königliche Konvoi ist auf dem Weg. Wir verstehen.
Nach ein paar Minuten ist der „Spuk“ vorbei und wir dürfen zum Anlegeger laufen.
Wir sehen noch aus dem Augenwinkel, dass die Straße hinter uns wieder gesperrt wird und drehen nochmal schnell um.
Wir sind ja neugierig !!
Alle Passanten stehen andächtig am Straßenrand, viele machen den „Wai“ und verbeugen sich, als wieder der Konvoi aus beigefarbenen Fahrzeugen vorbei fährt.
Wir wissen zwar nicht wer drin gesessen hat ( konnte man auch nicht sehen) muss aber eine wichtige Persönlichkeit gewesen sein.
Jetzt aber wieder zum Steg und zurück zur Station Nr. 4 ( unser Heimathafen).

Sonnenuntergang am Chao Phraya
Sonnenuntergang am Chao Phraya

Wir erreichen dann auch problemlos unsere Unterkunft und verbringen den restlichen Abend auf der Dachterrasse.
Hier gibt es dann nur ein kleines Problem.
Uns quält ein wenig der Hunger und wir bestellen uns was zu essen.
Das Problem ist aber, dass es auf der Terrasse nur indirektes Licht gibt und wir nicht mal unsere Teller erkennen können !!
Somit müssen wir zu ungewöhnlichen Mittel greifen und machen uns selber ein wenig Licht.

gemütliches Essen...aber nicht bei Kerzenschein.
gemütliches Essen…aber nicht bei Kerzenschein.

Gegen 23.30 Uhr schließt die Bar mangels Gästen und wir verziehen und ins Zimmer und in die Falle !!!

Gruß

Bibo & Tanja

über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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