Prachuap Khiri Khan

01.09.2011

Kanchanaburi, 31 Grad, leicht bewölkt

Hallo,

Das elendige Jaulen unseres Weckers holt uns genau um 06.00 Uhr aus den Träumen.
Guten Morgen Welt, Guten Morgen Thailand !!!
Wir müssen heute so früh raus, da uns unsere Reiseplanung unaufhörlich weiter treibt.
Ich muss mal ne kurze Unterbrechung machen, hab was vergessen, sorry.
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Rückblick:

Wir waren ja mit dem VIP Bus von Chiang Rai nach Bangkok und danach mit dem Zug nach Kanchanburi unterwegs.
Am nächsten Morgen hatte Tanja unheimlich viele Stiche an den Füßen. Die jucken wie Sau und sehen komisch aus. Jedenfalls nicht wie Mückenstiche. Sie salbt ein wenig, es entstehen Blasen, die größer werden und es wird nicht besser.
Als die Stiche verhärten und anfangen weh zu tun suchen wir eine Apotheke auf, da wir keinen Dermatologen finden.
Wir also rein in den Laden. Da unser medizinisches Englisch so gut wie überhaupt nicht ausgeprägt ist ( sprich wir wissen nicht was wir sagen sollen ) haut Tanja ihren Haxen auf den Tresen und deutet auf die Stiche und das Jucken an. Die Apothekerin schaut drauf, nickt und greift in ihren Schrank. Holt 2 x eine Creme hervor: einmal für offenen Stellen, einmal für geschlossenen Stiche.
Tanja salbt weiter.
Ich hab nüscht…noch nicht !!
Am nächsten Morgen fangen meine Füße auch an zu Jucken und diese Beulen entstehen. Ok, denke ich…was kommt geht auch wieder.
Wir desinfizieren immer schön unsere Füße und cremen fleißig.
Man, was sind das den für Stiche ???
Jetzt kommt wieder das kuriose an der Sache. Wir schreiben jeden Abend Reiseberichte und suchen Verbindungen, aber wir kommen nicht einmal auf die Idee meine alles wissende Geliebte “Google” zu befragen, was das sein könnte !!
Endlich suchen wir nach, Wanzenbissen, allen möglichen Arten von Stichen und Entzündungen !!
Wir werden fündig !!!!
Wir haben einen ungewollten Mitreisenden …..einen Floh !!!!
Irgendwo müssen wir uns unterwegs ( obwohl wir uns schon von den ganzen streunenden Hunden ferngehalten haben ) einen Floh eingefangen haben.
Na toll, jetzt haben wir unsere Erkältung einigermaßen im Griff und schon kommt was Neues !!!!
Wir salben und salben und es wird langsam besser !!!
Heute am 3. Tag sind keine neuen Stiche dazu gekommen, sodass uns der Floh wieder verlassen hat !!

Tschüß Floh !!! Gute Reise !!!! Auf Nimmerwiedersehen !!!!

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Dann machen wir mal weiter im Geschehen.
Warum stehen wir wieder so früh auf ???
Wir wollen heute weiter in Richtung Süden.
Die Fahrt soll nach Prachuap Khiri Khan gehen.
Wir haben schon in Erfahrung gebracht, dass wir von Kanchanaburi nach Ratchaburi ca. 2 Stunden mit dem Bus fahren können ( Kosten 50 THB ).
In Ratchaburi hält der Zug Nr. 43 aus Bangkok kommend um 10.04 Uhr und fährt weiter nach Süden.
Aus diesem Grunde mussten wir also so früh raus, damit wir die Verbindung schaffen, denn die nächste Bahn ginge dann erst um 15.28 Uhr.
Also Rucksack packen und ohne Frühstück und Kaffee sind wir durch die menschenleere Stadt zum Busbahnhof gestiefelt.

07.00 Uhr in Kanchanaburi

07.00 Uhr in Kanchanaburi

Wir laufen nach dem Stadtplan im Reiseführer und kommen an einem schönen Eingangstor vom Wat ??? vorbei.
Und urplötzlich hinter einer kleinen Kurve ist auf der Straße plötzlich die Hölle los !!!

morgendliches Markttreiben

morgendliches Markttreiben

ganz schön was los

ganz schön was los

Und erreichen gegen 07.20 Uhr den Bahnhof, werden sogleich von Einheimischen in Empfang genommen und zum Bus geleitet.
Wat für ein Service !!!!
Wir schaffen es gerade noch eine Zigarette auf die Schnelle zu rauchen und schon geht die wilde Fahrt los!!!

wieder mal ein Bild von unserem Bus

wieder mal ein Bild von unserem Bus

mit unserem Gepäck sitzen wir mal ganz hinten

mit unserem Gepäck sitzen wir mal ganz hinten

Das war eine wilde Fahrt im wahrsten Sinne des Wortes. Der Busfahrer ist gefahren wie ein Teufel, so was haben wir in den letzten 3 Wochen noch nicht erlebt.
Außerdem war wohl Auspuffanlage defekt, sodass wir in einer ordentlichen Geräuschkulisse saßen.
Hab mal ein kleines Filmchen gedreht ( leider kommt die Lautstärke nicht ganz so rüber ).
Wir haben es dann aber doch geschafft noch ein paar gelungene Fotos zu schießen.

hier hat man noch Geld für schöne Straßenlaternen

hier hat man noch Geld für schöne Straßenlaternen

Der Bus ist zum Schluss rappelvoll geworden, was den Fahrer aber nicht von seiner bisherigen Fahrweise abhielt !!!
Wenn man sich nicht auskennt und auch wirklich nicht viel sieht, weiß man nicht wo man ist.
An einer Halte hat sich der Bus dann doch merklich gelehrt, als plötzlich der “Kassierer” nach hinten gerannt kam und uns deutete: Ihr müsst hier aussteigen !!!
Na dann mal flott !! Tanja und Ralle haben sich die Daypacks geschnappt und mit Hilfe der Mitfahren konnte ich dann unsere Rucksäcke rausreichen !!

Vielen Dank noch mal fürs Bescheid sagen !!!

So, da stehen wir nun am Straßenrand. Hatten eigentlich gedacht, dass wir an einem Busbahnhof landen und nicht irgendwo ausgesetzt werden.
Aber wir scheinen ja richtig zu sein.
Inzwischen schreibt die Uhr 09.30 Uhr.
Uns bleiben noch 34 Minuten bis zum Bahnhof und zum Karten kaufen (na hoffentlich bekommen wir noch welche !! ).
Während unserer üblichen Findungsphase bemerken wir, dass wir neben einer Minitaxihaltstelle stehen und fragen einen Angestellten nach dem Weg zum Bahnhof.
Er deutet immer die Hauptstraße entlang ca. 1 KM. Mmmmh, das haben wir schon öfter gehört. Scheint hier ne Standartentfernung zu sein. ;-)
Neben uns stehen zwei Tuk Tuk’s. Wir fragen nach dem Preis, 40 THB und wir sagen zu.

ganz schön eng

ganz schön eng

wir sind ja auch voll beladen

wir sind ja auch voll beladen

Und es war vermutlich nicht mal 1 KM bis zum Bahnhof.

der Bahnhof in Ratchaburi

der Bahnhof in Ratchaburi

Wir haben unsere Rucksäcke in den Vorraum geschleppt und der Bibo ist erstmal mit dem Reiseführer in der Hand an der Ticketschalter.

Die nette Verkäuferin fragt: Where do you go ??
Ich: Prachuap Khiri Khan ( weiß ich wie man das ausspricht ??? )
Sie : Hääää ?? ( und schaut fragend )
Ich: klapp den Reiseführer auf und zeige auf den Namen auf der Landkarte
Sie: Ahhh, sie nickt und fragt : Today ??
Ich : Yes, at 10.04 Uhr

Sie klappert etwas auf der Tastatur ihres Computers und sagt irgendwas, was ich nicht verstehe.
Nun dreht sie den Monitor zur Scheibe und zeigt immer auf den 15.28 Uhr Zug.
No, no, wir wollen um 10.04 fahren. Sie versteht mich nicht und ich strecke meinen Arm unter Scheibe hindurch und zeige auf den 10.04 Uhr Zug.
Nachdem ich nun diverse Fingerabdrücke auf ihrem Monitor hinterlassen habe, sind wir uns einig.
Wir bekommen 3 Karten in der 2. Klasse für jeweils 373 THB ( ca. 8,70 Euro ).
Glücklich und zufrieden, dass alles geklappt hat, haben wir dann endlich um 09.50 Uhr unseren ersten Kaffee aus der Dose bekommen !!

jetzt kann der Tag beginnen

jetzt kann der Tag beginnen

Da der Zug ca. 30 Minuten Verspätung hat, haben wir genug Zeit um noch ein paar Schnappschüsse zu machen.

warten in der Sonne

warten in der Sonne

Als sich dann unser Zug nähert, kommt die Verkäuferin aus ihrem Häuschen gelaufen und deutet, dass der nächste Zug, der unsere ist.
Klasse Service mal wieder !! Danke !!!
Ich entdecke noch das Stellwerkhäuschen und mache noch schnell 2 Fotos

Stellwerkshäuschen Ratchaburi

Stellwerkshäuschen Ratchaburi

Dann kommt doch unser Zug

die 3 auf dem Weg gen Süden ( ich frag mich immer warum wir so bekloppt drein schauen ?? Ist doch alles gut !!! )

die 3 auf dem Weg gen Süden ( ich frag mich immer warum wir so bekloppt drein schauen ?? Ist doch alles gut !!! )

Im Zug kam dann ganz überraschend eine Stewardess vorbei und brachte uns einen Becher Wasser und etwas zum Essen.
Damit haben wir ja überhaupt nicht gerechnet !!

die Stewardess beim Anliefern

die Stewardess beim Anliefern

ja, was ist das ?? Wir wissen es nicht, aber es hat geschmeckt !!

ja, was ist das ?? Wir wissen es nicht, aber es hat geschmeckt !!

Die Fahrt schleppte sich so dahin, bis wir doch das erste mal das Meer gesehen haben !!!

Juhuuuuu, endlich sehen wir mal Meer !!!

Juhuuuuu, endlich sehen wir mal Meer !!!

Irgendwann wird uns dann gedeutet, dass wir gleich aussteigen müssen. Wir schultern also unsere Rucksäcke und machen uns bereit.

fertigmachen zum Abspringen :-)

Wir kommen wohlbehalten an und machen uns gleich mal mit dem Ort vertraut.
Endlich mal eine Straßenkarte direkt am Bahnhof.

ein Versuch der Orientierung.

ein Versuch der Orientierung.

Einen kleinen Überblick hat es ja schon gebracht…also machen wir uns wieder mal auf zu einen Fußmarsch auf der Hauptstraße in Richtung Pier.

die Straße zum Bahnhof in Pachuap Khiri Khan

die Straße zum Bahnhof in Pachuap Khiri Khan

Irgendwie kommt es uns hier komisch vor. Wir werden irgendwie “angeglotzt” haben wir das Gefühl. Vielleicht liegt es ja auch da dran, dass hier nicht oft drei mit Rucksäcken voll bepackte Touristen bei Sonnenschein und ca. 32 Grad durch den Ort marschieren und ne Unterkunft suchen.
Wir wissen es nicht.
Nach ca. 300 Metern kommen wir an unserem Guesthouse an, welches wir aus dem Internet rausgesucht hatten…..

Mmmmmm….jetzt wissen wir warum keine Antwort kam…

 

Nachdem wir ungefähr auf der Hälfte der Strecke zum Pier waren und wieder an einer Karte vorbei kamen, an der wir uns orientieren wollten, hielt plötzlich hinter uns ein Thai, klappte den Sitz hoch und drückte uns eine Touristkarte in die Hand…und Schwupp weg war er wieder.

Na das war doch mal was !!
Wir wurden auch noch mehrfach angesprochen und uns wurden Unterkünfte angepriesen, die alle an der Uferstraße lagen !!
Ok, schauen wir uns an.
Naja, in Berlin sagt man “Arbeiterschließfächer” dazu. Das wollten wir nun wirklich nicht.
Die Hotels und Gasthäuser machten alle keinen wirklich einladenden Eindruck, sodass wir uns zum Guesthouse aufgemacht haben, welches als letztes auf der Karte eingezeichnet war.

nach 3 Wochen Reise endlich am Meer.

nach 3 Wochen Reise endlich am Meer.

der beschwerliche Weg an etwas riechenden Fischen vorbei

der beschwerliche Weg an etwas riechenden Fischen vorbei

Am Ende angekommen haben wir dann das Sun Beach Guesthouse gesehen.
Von außen sah es schon mal hervorragend aus und es hatte einen kleinen Pool.

Wir also rein und gefragt ob noch Zimmer frei sind.
jau, sie haben noch Zimmer für 900 THB bzw. 700 THB.
Na, die schauen wir uns mal an.

von außen...bissle dunkel

von außen…bissle dunkel

Zimmer für 900 THB

Zimmer für 900 THB

unser Bad

unser Bad

Trotz Uferstraße war es hier am Ende vollkommen ruhig !!!
Einfach genial !!!
Endlich kann die Entspannung beginnen !!

Nachdem wir ein wenig länger relaxt haben, sind wir auf Erkundungstour gegangen.
Gleich zu Beginn “mussten” wir mal wieder einen Wat ( Wat Khao Lak ) besichtigen.

Wat Khao Lak

Wat Khao Lak

Nebengebäude

Nebengebäude

Wir haben uns dann noch weiter die Stadt angeschaut, sind an einem öffentlichen Gesundheitszentrum vorbei gekommen, wo ich nochmal meine beblasten Füße gezeigt habe und hier haben wir endlich ne Creme bekommen die wirklich schnell geholfen hat.
Weiterging es zum Bahnhof, wo wir noch unsere Bahnfahrkarten für die Weiterfahrt nach Chumpon für 358 THB p.P. erhalten ( war diesmal kein Akt ).
Während unseres Rundganges in Richtung Nachtmarkt, ist uns dann plötzlich eine Ratte über den Weg gelaufen, die ganz plötzlich auf dem Gehweg umgefallen ist, als sie 3 Touristen gesehen hat.

die hat es glatt umgehauen

die hat es glatt umgehauen

Auf dem Nachtmarkt gab es dann noch eine ganz köstliche Suppe. bevor wir uns auf den unendlich langen Weg zum Restaurant “Chiew O Cha 2 ” gemacht haben.
Da hier in der Ecke fast ausschließlich Thailänder Urlaub machen, war das mit der Verständigung und dem ” not spicy” so ne Sache.
Tanja hat sich Chicken Jungle Style bestellt. Wie immer not spicy !!!

Chicken Jungle Style - wegen der Schärfe leider nicht essbar !! :-(

Chicken Jungle Style – wegen der Schärfe leider nicht essbar !! :-(

Das konnte man überhaupt nicht essen !! Schade am Anfang war es doch lecker.
Da der Laden mit Einheimischen ordentlich gefüllt war, mussten wir etwas außerhalb Platz nehmen.
Da ist man dann froh, dass man für schlechter Beleuchtung gerüstet ist.

Hier mal der Bibo unter erschwerten Bedingungen beim White Snapper mit Garlic & Pepper essen.

man beachte die Taschenlampe

man beachte die Taschenlampe

Der Rückweg war dann unspektakulär.
Wir deckten uns noch mit ein paar Dosen Bier und ner kleinen Flasche Sang Som ein und machten es uns dann auf unserem Balkon bei 30 Grad und leichter Brise gemütlich.
Schrieben noch am Reisebericht, bis…….plötzlich um 23.35 Uhr das Licht aus ging und die W-LAN-Verbindung abbrach.
Glücklicher Weise hatte ich noch vorher schnell gespeichert !!!

Na dann mal Gute Nacht !!! Bis morgen !!!

Gruß

Bibo, Tanja & Ralle

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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