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Tagesausflug zu den Wüstenschlössern Jordaniens

Begleitet uns heute auf einer kleinen Rundreise zu den Wüstenschlössern Jordaniens.

Wenn wir in unseren Breitengraden von Schlössern sprechen, dann assoziieren wir das ja mit prunkvollen, überdimensionalen Gebäuden, die mit diversen Türmen versehen sind.

Die Wüstenschlösser Jordaniens sind eher Burgen oder Festungen, die in der Zeit des Kalifen im 7. und 8. Jahrhundert erbaut wurden und meist der Verteidigung dienten.

Aber trotzdem sind sie nicht weniger beeindruckend.
Die Anstrengungen, in dieser Zeit solche Gebäude zu errichten, müssen enorm gewesen sein.

Wir starten unsere Rundfahrt in Madaba und fahren auf dem Highway Nr. 35 in Richtung Amman.

Kurz vor Amman fahren wir nach rechts auf den Highway Nr. 40 in Richtung Al-Azraq.

Von Al-Azraq geht die Route zurück auf dem Highway Nr. 30 über Az-Zarqa und Amman nach Madaba.

Wenn ihr euch den Stadtverkehr von Amman ersparen wollt, könnt ihr auch die Umfahrung von Amman nutzen.

Dazu müsst ihr, aus Al-Azraq kommend, kurz vor Az-Zarqa nach links auf den Highway 15 abbiegen und dann dem Highway Nr. 45 folgen.

Das spart euch viel Zeit, wenn ihr Amman nicht besuchen wollt.

Wir haben dieser Tour zu den Wüstenschlössern locker an einem Tag geschafft und sind dabei insgesamt ca. 285 Kilometer mit dem Mietwagen gefahren.

Hier eine Karte mit der Strecke, die wir gefahren sind:

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Kartenlegende:

B = Quasr Al-Kharana ( Quasr Al-Kharaneh)
C = Qusair Amra (Qasr Amra)
D = Quasr al-Azraq (Azraq Castle)
E = Qasr al-Hallabat

Wir starten früh am Morgen, nachdem wir den Mietwagen vollgetankt haben.

Das Tankstellennetz ist zwar ausreichend, aber mit vollem Tank sind wir immer auf der sicheren Seite.

Wüstenschloss : Quasr Al-Kharana

Quasr Al-Kharana (Quasr Al-Kharaneh) liegt am Highway Nr. 40 und ist ca. 70 Kilometer von Amman City entfernt.

Von unserem Hotel (Mosaic City Hotel) in Madaba waren es ca. 80 Kilometer.

Die Straßen sind gut ausgebaut und wir sind so gut wie alleine unterwegs.

Schon von Weitem ist die große Festung in der flachen Wüstenlandschaft zu sehen.

Die Zufahrt ist gut ausgeschildert, ausgebaut und der Weg führt zum Besucherzentrum mit einem großen Parkplatz.

Wir melden uns im Besucherzentrum, das mehr als Wachposten zu bewerten ist und dürfen nach freundlicher Begrüßung zur Festung laufen.

Alleine in diesem riesigen Gebäude unterwegs zu sein, hat schon etwas mystisches.

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Wir können uns nicht vorstellen, wie das Gebäude im frühen 8. Jahrhundert erbaut wurde.
Es müssen unendliche Anstrengungen gewesen sein!

Wir verweilen hier gut eine Stunde, bevor es zum nächsten Wüstenschloss Qasr Amra geht.

Wüstenschloss : Qusair Amra (Qasr Amra)

Qasr Amra liegt nur einen Katzensprung von Quasr Al-Kharana entfernt.
Ganze 16 Kilometer beträgt die Entfernung.

Quasier Amra ist aber nicht wirklich ein Wüstenschloss, sondern besteht aus einem Thronsaal und einem Badehaus, welches seit 1985 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

In dem alten Thronsaal befinden sich sehr alte Fresken, die sehr gut erhalten bzw. gut restauriert sind.

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Das Badehaus mit seinen niedrigen Gängen und den zu erahnenden Badestellen ist wirklich faszinierend.

Wir würden gerne wissen, wie sich das Leben hier früher abgespielt hat.

Wieder bleiben wir gut eine Stunde auf dem Gelände und fahren dann weiter nach Al-Azraq.

Wüstenschloss : Qasr Al-Azraq (Azraq Castle)

Die Entfernung zwischen Qasr Amra und Qasr Al-Azraq beträgt ca. 32 Kilometer.

Auf diesem Abschnitt führt der Highway Nr. 40 an der riesigen Al-Azraq Airbase vorbei.

Hier solltet ihr beachten, dass das Fotografieren von militärischen und polizeilichen Anlagen verboten ist!

Wenn ihr in Al-Azraq die T-Kreuzung erreicht habt, dann einfach nach links abbiegen und so lange weiter fahren, bis ihr auf der linken Seite an der Hauptstraße die schwarzen Basaltmauern vom Azraq Castle seht.

Als wir an der Burg eintreffen, sitzt der zuständige Touristen-Guide im Vorgarten und wässert die Pflanzen.

Er begrüßt uns überschwenglich und sagt uns, dass sich schon lange keine Touristen mehr hierher verirrt haben.

Um so enthusiastischer gestaltet er unsere gut 45-minütige Führung durch die Burg.

Das Azraq Castle in der Oase Azraq war sehr umkämpft, da sich hier die einzige dauerhafte Süßwasserquelle der östlichen Wüste Jordaniens befindet.

So richtig berühmt wurde Qasr Al-Azraq aber erst im Winter 1917.
Denn zu dieser Zeit hat „Laurence von Arabien“ sein Quartier während der arabischen Revolution gegen das Osmanische Reich in Qasr Al-Azraq eingerichtet.

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An solch geschichtsträchtigen Orten zu stehen hat schon was.

Sehr interessant sind auch die Dachbalken, die nicht aus Holz sind, sondern ebenfalls aus langen Steinen bestehen.

Wie auch an den anderen Orten sind wir wieder alleine unterwegs und bleiben ca. eine Stunde in der Burg.

Nach einem ordentlichen Trinkgeld geht es zur letzten Station unserer kleinen Rundfahrt.

Wüstenschloss : Qasr Al-Hallabat

Qasr Al-Hallabat liegt nun schon auf unserem Rückweg etwas abseits vom Highway Nr. 35.

Von Qasr Al-Azraq bis Qasr Al-Hallabat sind es ca. 60 Kilometer.

Die Straße verläuft zum größten Teil schnurgerade und hat nicht viele Höhepunkte zu bieten.

Qasr Al-Hallabat wurde einst vom römischen Kaiser Caracalla gebaut und wird gerade restauriert.

Die Restaurierung von der alten Moschee ist gut gelungen.

Ansonsten haben wir eher das Gefühl, dass wir auf einer Baustelle stehen.

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Die Aussicht in die Umgebung ist hervorragend und wir können nachvollziehen, warum die Anlage hier auf dem Hügel gebaut wurde.

Die Angreifer müssen schon von Weitem zu sehen gewesen sein.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird diese Anlage bestimmt genauso gut aussehen, wie die anderen Wüstenschlösser, die wir besucht haben.

Das war er dann auch, unser kleiner Tagesausflug zu den Wüstenschlössern Jordaniens.

Es gibt noch mehr Wüstenschlösser, welche man besuchen kann, aber diese lagen nicht auf unserer entspannten Route.

Wir hoffen, euch hat dieser kleine Ausflug gefallen.

Und zum Schluss gibt es noch ein Bild, wie es zwischen den Wüstenschlössern ausgesehen hat:

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Weitere Reisebrichte zu Jordanien:

Wie du deine Jordanien Rundreise vorbereiten kannst

Hotel Review – Madaba, Mosaic City Hotel

Entspannen am Toten Meer

Auf dem King’s Hingway nach Süden

Aqaba – Die quirlige Stadt am Roten Meer
Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

6 Kommentare

  1. Wusste gar nicht, dass es Wüstenschlösser gibt, aber das ist ja sehr interessant! Und nachdem es da so leer und ohne Touris ist, macht das mal richtig Appetit! Ich habe nur ein bisschen Bammel vor dem Islam, und in den Nachbarstaaten ist es ja gerade sehr kriegerisch!

  2. Alte Steine liebe ich – und diese Wüstenschlösser atmen Geschicht, wow! Wenn diese Steine reden könnten, sie haben sicher schon viel erlebt.

    Ich gehe gleich mal weiter stöbern – schön zu lesen, dass man in Jordanien so locker mit dem Mietwagen umher fahren kann; das mag ich am liebsten, man ist einfach frei zu tun und zu lassen, was man mag.

    Ihr habt Lust darauf gemacht; nach Jordanien will ich eh schon länger mal hin.

  3. Liebe Tanja, lieber Bibo,

    ich bin gerade über Facebook auf Eure Seite gestoßen (der Jordanien Artikel hat mich aufmerksam gemacht) und ich bin total begeistert. Der Artikel hat mich richtig glücklich gemacht, denn ich habe im Mai/Juni 4 Wochen in Jordanien verbracht und all diese Orte haben wunderschöne Erinnerungen in mir hervor gerufen :)
    Auch ich habe über das Land und die Wüstenschlösser einen ausführlichen Bericht verfasst, vielleicht habt Ihr ja Lust bei mir vorbei zu schauen: https://in80dayscom.com/2016/09/28/jordanien-eine-rundreise/
    Liebe Grüße
    Esther

  4. Boah, die Schlösser sehen ja mal genial aus. Krass das der Mensch scho vor sovielen Jahren fähig war solche Kunstwerke zu errichten. Und übrigens Kompliment für euren wunderschönen Blog, ich denke es gibt nicht viele in eurem Alter welche zum einen so Unternehmensfreudig sind und zum anderen auch noch einen Blog unterhalten. Top!

    Freundliche Grüsse

    Yvan

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