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Ubon Ratchathani

29.02.2012

Ubon Ratchathani, 36 Grad, sonnig

Guten Morgen Welt,

wir stehen so gegen 07.00 Uhr auf, das wir zu 08.00 Uhr frühstücken wollen.
Vom Herbergsvater haben wir erfahren, dass alle volle Stunde ein Bus nach Ubon Ratchathani geht.
Freundlicher Weise fragte er uns gestern Abend, wann wir denn los wollen. Wir sagten so gegen 08.30 Uhr.
Nach unserem Frühstück wurde das Auto vorgefahren und wir konnten unsere Sachen reinpacken.
Tanja bezahlte noch die Rechnung und die Fahrt ging los.
Am Bahnhof angekommen suchten wir uns den passenden Schalter und durften für die 300 Kilometer 186 THB (4,60 Euro ) p.P.berappen.
Da wir noch ein wenig Zeit hatten, der Fahrkartenverkäufer deutete auf eine Abfahrtzeit von 09.15 Uhr hin, liefen wir freudestrahlend zu „unserer“ Kaffeeverkäuferin, um noch einen Kaffee zu trinken,
Die hat sich vielleicht gefreut, dass die Farangs wieder zu ihr kommen, das kann man sich nicht vorstellen.
Der Bus sollte am „Pier 14“ abfahren, welchen wir natürlich ständig im Blick hatten.
Um 09.00 Uhr dockte plötzlich ein Bus an unserer Abfahrtstation an und wir sputeten uns, dort hin zu kommen !
Es war die Hölle los.
Ein Chaos, was wir hier in Thailand noch nicht erlebt hatten.
Alle liefen hektisch umher und keiner wusste so recht, was der Andere von ihm will.
Unsere Rucksäcke wurden verstaut und wir wurden gedrängt in den Bus einzusteigen. Sowas haben wir hier noch nicht erlebt.
Der Fahrer völlig mürrisch, der Helfer ( der immer mitfährt) ist sowas von knurrig !!!
Ne, kein schöner Anfang!
Dazu kommt noch, dass der Bus wirklich proppenvoll ist. Es wird nach hinten durchgeschoben, sodass man wie in einem Hühnerkäfig steht.
Was für mich als hochgewachsenen Europäer ein kleines Problem dar stellte, da ich schon nicht aufrecht im Bus laufen kann.
Na, dass kann ja was werden.
Jetzt will er mir auch noch mein „Daypack“ weg nehmen.
Der steht so schön zwischen meinen Füßen, dass ich den auch gar nicht los werde. Da ist nämlich alles drin, was wir so brauchen und den geb ich nicht aus der Hand !!
Auf keinen Fall !!!
Wir werden immer weiter im Gang nach hinten gedrückt, es müssen ja schließlich alle in den Bus.
Wie schon gesagt, hatte ich mit meiner Größe ja schon Probleme einigermaßen im Bus zu stehen.
Jetzt muss man sich dazu aber noch vorstellen, dass es sich um so einen „Dörferbus“ handelte ( was wir vorher natürlich nicht wussten), in dem sich neben der Klimaanlage noch Ventilatoren im Gang an der Decke befinden.
Wir werden also immer weiter nach hinten gedrückt und ich komme so einem Ventilator immer näher und näher.
Ok, die Thais können da drunter stehen, ich aber nicht !!!
Inzwischen ist der Ventilator nur noch Zentimeter von meinem Nacken und Hinterkopf entfernt. Und er pustet nicht nur, nein er dreht sich auch noch schön von rechts nach links und schön wieder zurück.
Jedesmal wenn das Ding vorbei kommt, hab ich dass Gefühl, dass mir gleich ein Muster in den Hinterkopf geraspelt wird.
Wir werden von zwei Einheimischen gefragt, wo wir den hin wollen.
Antwort : Ubon Ratchathani
Wir ernten nur ein mitleidiges Lächeln !!!
Da sich der Bus während der Fahrt nicht leerte, sondern noch mehr füllte, konnten ich dann so ca. die Hälfte der Strecke so stehen.
Tanja hatte da ein wenig mehr Glück, direkt wo sie stand, stieg weit früher eine Dame aus und sie konnte einen Sitzplatz ergattern !!!
Nach gut 1,5 Stunden hatte ich dann auch das Glück, dass ich einen Sitzplatz bekam und die Fahrt konnte ein wenig, aber auch nur ein wenig entspannter weiter gehen.
Der Bus war immer noch knüppeldicke voll, sodass die die stehenden Fahrgäste mal zwischendurch auf der Armlehne Platz nahmen, was natürlich meine Bewegungsfreiheit wiederum einschränkte !!

Also liebe Leute wir können euch nur den Tipp gegen, fahrt nicht mir dem Bus Nr. 285 von Nang Rong nach Ubon Ratchathani.

Wir haben für die 300 Kilometer über 6 Sunden gebraucht, von denen wir gut 1,5 Stunden gestanden haben.

Es soll von Korat einen VIP Bus nach Ubon geben. Der soll wohl wesentlich komfortabler und schneller sein !!!

unser Bus von Nang Rong nach Unbon Ratchathani
unser Bus von Nang Rong nach Unbon Ratchathani

Aber das ist ja noch nicht alles…später mehr….

Da hier fast alles nur noch in Thai und nicht in lateinischer Schrift ausgeschildert ist, hatten wir natürlich ein wenig das Problem, uns zu orientieren, wo wir sind.
Aber wir erkannten, dass wir doch in Ubon angekommen sind.
Nun gibt es laut Reiseführer ganze 3 Bushaltestellen für diese Linie in der Stadt.
Bevor wir realisiert hatten, dass wir raus müssen, waren wir auch schon vorbei gefahren.
Wir deutetem dem Busfahrer, dass wir gerne raus möchten ( das geht ja über Land auch, dass man da aussteigt, wo man möchte ) wir wurden aber nur schroff darauf hingewiesen, dass wir uns wieder setzen sollen !!!
Irgendwie läuft das hier gerade komisch.
Wir fahren also durch die Stadt….und fahren…und fahren….bis wir dann doch den Busbahnhof erreichen.
Mangels Ausschilderung denken wir, das wir im Innenstadtbereich angekommen sind.
Die Tuk Tuk Fahrer stürmen auf uns ein, wir sagen aber nur, dass wir laufen. Die lachen und gehen wieder weg…
Nach und nach realisieren wir, dass wir am nördlichen Bahnhof angekommen sind.
Bis dahin, wo wir hin wollen, sind es ganze 6 Kilometer !!
Och neeee, so weit laufen wollen wir dann auch nicht, sodass wir uns doch einen TukTuk Fahrer suchen, den uns Richtung Ufer bringt.
Für ganze 120 THB ( ca. 3 Euro ) bringt er uns dann zu unserem Hotel, dass wir uns ausgesucht hatten. Man beachte, dass wir für die 300 Kilometer vorher 186 THB bezahlt haben !!
Das ist eine Preisspanne….immer wieder unglaublich…..

mit dem Tuk Tuk zum Hotel
mit dem Tuk Tuk zum Hotel

Und zu dem ganzen Übel kommt noch hinzu, dass es hier in der Stadt ohne Ende nach Pisse stinkt !!
Da sind die öffentlichen Bedürfnisanstalten beim Fußball echt ein Nichts gegen !!!
Wir fühlen und hier nicht wirklich wohl…von Anfang an !!!
Aber wir bleiben jetzt hier eine Nacht um dann morgen gleich weiter zu fahren !!!
Der Weg zum Hotel ist mal wieder nicht weit und wir checken im Sri Isan Hotel ein.
Das Zimmer kostet 380 THB ( 9,40 Euro ) plus nochmal 60 THB ( 1,50 Euro ) p.P. für Frühstück.
Na, das ist ein Preis, der sich sehen lassen kann.
Und hier kommen wir wieder zu den Zimmerbildern.

Sri Isan Hotel
Sri Isan Hotel

das Zimmer für 380 THB

das Zimmer für 380 THB

das Zimmer, andere Seite
das Zimmer, andere Seite

das Bad
das Bad

Ok, es ist klein und könnte mal einen neuen Anstrich vertragen, aber es ist sauber und für eine Nacht, vor Allem für den Preis völlig ok.
Nachdem wir unsere Klamotten wieder verteilt haben, gehen wir wieder auf die Pirsch.
Da wir ja nun eigentlich 2 Tage hier geplant hatten, beschränken wir uns auf das Wesentliche. Das Essen !!

zuerst die Uferpromenade, wo gar nichts los ist....
zuerst die Uferpromenade, wo gar nichts los ist….

Wir suchen uns im Loose ein beschriebenes Restaurant raus.
Dabei kommen wir an einem Wat vorbei…wie soll es hier in Thailand auch anders sein….

Wat Sri Ubonratianaram
Wat Sri Ubonratianaram

Im Anschluss daran schlendern wir durch den riesigen Park von Obun, wo für jegliche Körperertüchtigung gesorgt ist.
Auf dem äußeren Weg machen die Jogger ihre Kilometer, innen geben selbsternannte Aerobic-Trainer ihre kostenlosen Stunden der Ertüchtigung und in einem Freiluftpumperstudio messen sich die Athleten an ihrer Muskelgröße.

der Eingang
der Eingang

schon im Park
schon im Park

eine toller goldener Springbrunnen, leider ohne Funktion
eine toller goldener Springbrunnen, leider ohne Funktion

Detailbild
Detailbild

noch ein Detailbild
noch ein Detailbild

Wir sind dann zum Essen, haben aber im Nachhinein gesehen, dass wir wohl das falsche Restaurant besucht haben, aber egal.
Tanja hat irgend so ein Hühnchen im Bananenblatt bestellt, was nicht wirklich der Hit war.

war nicht der Hit...sieht man...was ???
war nicht der Hit…sieht man…was ??? 

Ich hab mir nen BBQ-Fisch gegönnt, der so lecker war, dass ich die Deko mal mitgefressen habe.

lecker Deko
lecker Deko

Danach wieder zurück durch den Park zum Hotel, wo wir heimlich noch diese Bilder geschossen haben….

Aerobic im Freien
Aerobic im Freien

Pumper im Freien
Pumper im Freien

Am Hotel haben wir uns dann noch zwei Bierchen in ganz gemütlicher Umgebung gegönnt und Bibo hat noch am Reisebericht getippt, bevor wir gegen 00.30 Uhr ins Bettchen sind.

Als wir dann auf’s Zimmer sind, hat Tanja bemerkt, dass sich ihr Rucksack so langsam auflöst !!
Ja, auflöst im wahrsten Sinne des Wortes !!
Denn der gute nette Helfer des Busfahrers war so freundlich und Tanja’s Rucksack auf die Batterie gepackt !!!!
Boooaaahhhh…und wir haben das nicht gemerkt….
Durch die Batteriesäure haben sich jetzt gut ein Dutzend Löcher gebildet !!! Schöne Scheiße !!!!
Stocksauer geht sie ins Bett !!!

Gute Nacht…der nächste Tag kann nur besser werden….

Winke, winke…bis morgen…

Gruß

Bibo & Tanja

über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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