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Jordanien – Auf dem King’s Highway nach Süden

Der King’s Highway oder auch Straße der Könige genannt, ist eigentlich eine alte Handelsstraße die in Memphis (Ägypten) begann, über Suez und durch den Sinai bis nach Aqaba führte.

Weiter ging die Route über Petra, Kerak, Madaba, Amman und Jerash in Jordanien.
Danach folgten die Städte Bostra, Damaskus und Resafa in Syrien.

Wir beschäftigen uns heute aber mit dem Teilstück des King’s Highways, welcher von Amman nach Apaba in südlicher Richtung verläuft.

Die Strecke ist insgesamt 400 Kilometer lang und trägt jetzt die Bezeichnung „Highway Nr. 35„.

Auf der gut ausgebauten Straße beträgt die Höchstgeschwindigkeit zum größten Teil 60 Km/h, sodass ihr nur verhältnismäßig langsam voran kommt, so aber die Ausblicke genießen könnt.


Hinweis:

Immer wieder werdet ihr durch verbaute „Bremsschwellen“ dazu angehalten abzubremsen.
Teilweise sind sie schwer zu erkennen, da sie die selbe Farbe wie der Straßenbelag haben.
Die Schwellen sind ca. 1 Meter lang und höher als bei uns.


Meistens seid ihr auf der Straße sowieso fast alleine unterwegs.
Das garantiert euch ein völlig entspannte Fahrt.

Von Amman nach Madaba (40 KM)

In Amman selber müsst ihr als Autofahrer schon hart gesotten sein, um überhaupt vorwärts zu kommen.
In den schmalen Straßen wird um jeden Zentimeter des Vorankommens gekämpft.
Das ist nichts für schwache Gemüter.

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Die Strecke bietet nicht viel fürs Auge, aber je näher ihr Madaba kommt, um so geringer wird der Verkehr und die Urlaubsstimmung im Mietwagen stellt sich schnell ein.

Die Mosaikstadt Madaba ist wesentlich entspannter.
Es sind nicht so viele Autos unterwegs und wenn ihr euch eine Unterkunft in der City nehmt, könnt ihr alle Sehenswürdigkeiten sehr gut zu Fuß besuchen.
Wir haben das Besichtigungsprogramm ganz locker an einem Tag geschafft.


Ausflugstipp:

Eine sehr reizvolle Strecke führt zum ca. 9 Kilometer entfernten „Mount Nebo“ mit einer neu gebauten Kirche, in der sehr schöne Mosaike ausgestellt sind.


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Von Madaba nach Kerak (90 KM)

Dieses Teilstück ist unserer Meinung nach am Interessantesten und Schönsten.
Zu Anfang ist die Straße noch ziemlich eben und das Land ringsherum flach.
Wenn es nicht zu diesig ist, kann man auch sehr weit in die Wüstenlandschaft schauen.

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Irgendwann ändert sich dann die Landschaft und am Horizont tauchen die ersten Berge auf.
Die Straße schlängelt sich durch das Gelände, bis wir zum Aussichtspunkt auf den „Wadi Mujib“ kommen.

Eine wahnsinnige Aussicht empfängt einen mit dem Blick auf den „Mujib Staudamm„.

Ebenfalls gut zu erkennen, wie sich die Straße in vielen Serpentinen ins Tal schlängelt.

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Wie ihr seht, ist die Straße kaum befahren.
Das ist auch auf der gesamten Route so, es sei denn ihr durchquert die Ortschaften.
Dort ist der Verkehr dann ein wenig dichter, aber immer noch völlig entspannt machbar.

Nachdem ihr über den Staudamm gefahren seid, eröffnet sich der Ausblick aus einer ganz anderen Richtung.

Leider ist das Halten auf dem Staudamm verboten (es ist auch direkt eine Polizeistation am Damm), sodass man keine Fotos aus der Nähe vom Staudamm machen kann.

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Wir waren von der Aussicht wirklich begeistert und haben hier oben erst einmal eine etwas längere Pause gemacht.
Nach dieser spektakulären Taldurchfahrt geht es weiter über ein flaches Hochplateau.
Die Straße ist schnurgerade und bietet ein bißchen Entspannung nach der Serpentinenfahrt.

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Ausflugstipp:

Kerak Castle ist eine alte Kreuzritterburg, von der ihr einen sehr schönen Ausblick auf die Umgebung habt.
Die Burg ist schon von der Straße aus zu sehen und die Anfahrt ist gut ausgeschildert.
Ihr solltet gut eine Stunde für den Besuch einplanen.


Kerak Castle
Von Kerak nach Dana (90 KM)

Auf diesem Abschnitt gibt es auch wieder eine Taldurchfahrt.
Zuerst schlängelt sich die Straße mit einem schönen Ausblick auf den „Tannur Dam“ am Berg entlang, bis ihr später im Tal immer dem „Wadi al Hasa“ folgt.

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Je näher wir dem Dana Biosphere Reservat kommen, desto karstiger wird die Landschaft.

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Ausflugstipp:

Das Dana Biosphere Reservat ist atemberaubend. Wer gerne wandert, viel mehr kann man hier nicht machen, sollte hier 1 – 2 Tage in einfachen Unterkünften bleiben. Alleine schon der Hauptweg durch das Tal bietet fantastische Blicke auf verschiedenste Steinformationen.


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Vor Dana nach Petra (54 KM)

Über dieses kurze Teilstück gibt es nicht viel zu sagen.
Das Land ist flach aber trotzdem nicht weniger sehenswert.
Interessant wird dann das letzte Stück, wenn ihr euch Petra nähert.
Hier erwarten euch wieder tolle Aussichten auf die felsige Landschaften Jordaniens.

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Ausflugstipp:

Die Felsenstadt Petra ist das Highlight jeder Reise nach Jordanien.
So auch für uns.
Wir waren 2 ganze Tage in der Felsenstadt unterwegs und uns hat es nicht gereicht.
Um alles wirklich zu sehen, die Aussichtspunkte ausgiebig zu erkunden und alles auf sich wirken zu lassen, sind unserer Meinung nach selbst 5 Tage noch zu kurz.
Unsere Empfehlung für Petra sind 3
-4 Tage.


 

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Von Petra nach Aqaba (126 KM)

Diese letzte Etappe teilt sich in zwei Abschnitte.
Die ersten 40 Kilometer fahrt ihr entspannt auf dem ursprünglichen King’s Highway.
Danach vereint sich der King’s Highway mit dem Desert Highway, der neu gebauten Autobahn von Norden nach Süden.

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So langsam verlassen wir die höher gelegenen Gebiete und nähern uns dem Roten Meer.
Das merkt ihr schon alleine an der ständig steigenden Temperatur, wenn ihr mal einen Fotostopp macht.
Der breit ausgebaute Desert Highway schlängelt sich durch die Landschaft und das Verkehrsaufkommen an LKW ist hier deutlich höher.Viel sehenswertes gibt es hier nicht, aber ihr kommt schnell vorwärts.

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Jetzt sind wir auch schon in Aqaba am Roten Meer angekommen und können die Eindrücke verarbeiten.
Der öffentliche Strand ist bei unserem Besuch nicht stark besucht, sodass wir hier Ruhe finden.

Aqaba ist eine quirlige Stadt, aber dazu gibt es in einem anderen Beitrag mehr zu lesen.

Für diesen letzten Abschnitt des King’s Highway haben wir noch zwei Tipps, wo ihr auf alle Fälle einen Aufenthalt einplanen solltet.


Ausflugstipp 1:

Little Petra liegt nur 9 Kilomter von der Felsenstadt Petra entfernt. Die Strecke ist gut ausgeschildert und wenn ihr nach Süden startet, sollte ihr hier auch noch einen Stopp einlegen.
Hier ist es nicht so überlaufen.
Für einen Besuch solltet ihr 1-2 Stunden einplanen.


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Ausflugstipp 2:

Wadi Rum liegt von Petra 114 Kilometer entfernt und ist Ziel vieler Besucher Jordaniens.
Die Wüstenlandschaften und das Farbenspiel sind beeindruckend.
Wenn so langsam die Sonne untergeht versprüht die Wüste ein ganz besonderes Flair.
Nicht zu vergessen ist der leuchtende Sternenhimmel, wenn es in den Camps dunkel wird.

Wir waren leider nur eine Nacht im Sun City Camp, sodass wir euch empfehlen, hier doch 2 Nächte zu verbleiben.


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Das war dann auch unsere Fahrt auf dem King’s Highway von Amman nach Aqaba am Roten Meer.

Wir können euch diese Route nur empfehlen.
Sie ist vermutlich wesentlich interessanter und verkehrsärmer wie der Desert Highway.

Weitere Reisebrichte zu Jordanien:

Wie du deine Jordanien Rundreise vorbereiten kannst

Hotel Review – Madaba, Mosaic City Hotel

Entspannen am Toten Meer

Tagesausflug zu den Wüstenschlössern

Aqaba – Die quirlige Stadt am Roten Meer

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

6 Kommentare

  1. Echt Klasse was ihr da macht! :)
    Wir sind grade auch auf der Suche nach einem nicht alltäglichen Reiseziel. Zwar erst für 2018, aber es soll ja gut vorbereitet sein.
    Jordanien hatten wir bisher absolut gar nicht auf dem Zettel, aber die Bilder sind so beeindruckend, dass wir es uns genauer anschauen werden :)

  2. Wow, das klingt nach einem absoluten Abenteuer. Ich liebe Roadtrips, aber durch so eine exotische Kulisse bin ich noch nie gefahren. Ihr habt ganz tolle, stimmungsvolle Bilder, ich mag so „karge“ hügelige Gegenden, auf denen sich die Straßen entlang schlängeln…
    Diese endlose Weite, die sich wiederum mit Hügeln abwechselt, und dann kommt irgendwann das Meer…total beeindruckend!
    Liebe Grüße,
    Sandra

  3. Ha, da war ich kürzlich auch unterwegs – aber in die andere Richtung! Und ganz viele Bilder von mir sehen ähnlich aus. Kerak ist nach dem Anschlag übrigens leider noch zu.

  4. Die Bilder sind ja mal echt wieder beeindruckend.
    Bei dem vorletzten Bild sieht es ja beinahe schon so aus, als ob Gesichter in die Steinwand gemeißelt sind. Eine Wanderung am Abend in der Gegend stelle ich mir echt gruselig vor.

    Doch allgemein absolut faszinierend. Freie Landschaft und unberührtere Gebiete erinnern mich immer ein wenig an die Fernsehsendungen, wo einer in der Wildnis ausgesetzt wird und versuchen muss zu überleben..

  5. Hallo Stephan,
    eine tolle Bilderreise entlang des Kings Highway – vieles erkennen wir wieder. Jordanien ist äußerst sehenswert und die atemberaubende Landschaft versetzte uns immer wieder in Staunen.

    Viele Grüße
    Ronny

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