Round-up-Kambodscha

Kambodscha: Delfine, Zirkus, Tempel – 9 Reiseblogger berichten

Kambodscha steht bei vielen Südostasienfans ganz hoch im Kurs.

Nachdem wir nun schon lange Zeit in Thailand und auf den Philippinen verbracht haben, geht es für uns dieses Jahr auch zum ersten Mal nach Kambodscha.

Und da wir immer auf der Suche nach den außergewöhlichen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen in dem Land sind, welches wir bereisen, haben wir uns einmal unter den Reisebloggern umgehört, die schon einmal in Kambodscha waren.

Dabei ist eine sehr interessante Mischung an tollen Erlebnissen und Orten zusammengekommen.

Also lasst euch bei den nächsten Zeilen verzaubern und inspirieren.


Süßwasserdelfine in Kratie

Gerhard von Anders reisen

Wenn die Sonne glühend rot im Mekong versinkt, dann gibt es gute Chancen die seltenen Süßwasserdelfine zu beobachten.

Die Beobachtung ist z.B. in Stung Treng, nahe der Grenze zu Laos möglich.
Noch besser klappt es ca. 150 Kilometer südlich.
Bei Kratie lebt eine Population der Irawadidelfine.

Am frühen Morgen, wenn die Sonnenstrahlen den Mekong orange färben, fährt man mit dem Boot hinaus auf den Mekong.
Die herrliche Morgenstimmung allein ist die Bootsfahrt schon wert.

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Aber ich bin auch gespannt, ob ich den einen oder anderen Irawadidelfin sehen werde.

Der Fahrer stellt den Motor ab.
Nun ist es ganz ruhig, nur das Plätschern des Wassers ist zu hören.

Wir verharren und warten ab.
Mein Blick schweift über das Wasser, nichts tut sich.
Vielleicht wollen sich die Delfine heute doch nicht zeigen?
Im Gegensatz zu ihren bekannten Namensvettern im Meer sind sie eher plumpe Tiere.
Sie kommen, wie Wale, nur kurz zum Luftschnappen an die Oberfläche.
Da heißt es genau hinschauen, bevor sie eine zehntel Sekunde später wieder weg sind.
„Da ist einer!“ freue ich mich – und schon ist das plumpe Tier wieder untergetaucht.

Wenige Sekunden später sichte ich den nächsten Delfin: „Dort drüben! Ein grauer Rücken!“

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Und schon ist auch der wieder weg.
Nun schwimmen mehrere Delfine in sicherer Entfernung zu unserem Boot, tauchen abwechselnd auf und bringen das Wasser in der Morgensonne zum glitzern.
Die Delfinbeobachtung ist ein Wettlauf zwischen menschlicher und tierischer Reaktionsfähigkeit.
Auf Sprünge oder akrobatische Einlagen warte ich vergeblich.

Und es ist auch gar nicht so einfach sie zu fotografieren.

Aber: Ein schöner Rücken kann ja auch entzücken.

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Über Gerhard von Anders reisen:

Ich bin Reisender aus Leidenschaft und mehrere Monate im Jahr auf Reisen. Am liebsten reise ich individuell am Landweg und mit der Eisenbahn. Meine Erlebnisse und Tipps für die nächste Reise kann man in meinen Blogs www.andersreisen.net und www.schienenreisen.com nachlesen.


Ein Tag in Crab Town Kep

Evelyn von Landmeedchen

In den Reiseführern steht, dass Kep berühmt sei für seine prächtigen Sonnenuntergänge und das leckere Seafood. Das kann ich absolut bestätigen. Was jedoch auch Tatsache ist: Kep liegt nicht gerade auf dem Weg zu einem der Highlights in Kambodscha, sondern eher ab vom Schuss; es sei denn, man möchte per Landweg am Grenzübergang Ha Tien nach Vietnam weiterreisen.

Kep PIcknick
Trotzdem war Kep, neben den traumhaften Inseln , eines meiner Highlights in Kambodscha. Ein Ausflug hierher lohnt sich vor allen Dingen am Wochenende, denn der Strand der Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel der Kambodschaner, die am Wochenende stundenlange Autofahrten auf sich nehmen, um hier am Meer einen entspannten Nachmittag zu verbringen.

Unser Tag in Kep startet mit einem Besuch des Crab Market, wo es köstliches Seafood in sämtlichen Varianten frisch aus dem Meer gibt.

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Mit dem Tuktuk fahren wir anschliessend zum Strand weiter. Schnell wird uns klar, dass ein Tag am Meer bei den Kambodschanern ein bisschen anders aussieht als wir es gewohnt sind. Einige Besucher gönnen sich Hängematten, die von den umliegenden Restaurants für ihre Gäste angeboten werden. Die meisten jedoch tummeln sich auf dem Gehweg vor dem Strand. Auch hier werden die Plätze vermietet, teilweise mit Klappstühlen. Ab mittags ist kein Stück Gehweg mehr zu erkennen. Überall picknicken die Menschen gemeinsam, lachen und spielen Spiele. Wir kommen sofort mit den Menschen ins Gespräch und alle paar Meter werden wir erneut auf eine Picknickdecke eingeladen. Ins Wasser geht kaum jemand und wenn doch, mit sämtlichen Klamotten.

Kep Sunset
Am Abend fahren wir zurück an den kleinen Hafen, an der morgens der Crab Market war. Hier liegen zahlreiche Seafood Restaurants. Wir haben Glück und bekommen einen Tisch direkt am Wasser. Von hier aus können wir uns davon überzeugen: Kep hat wirklich prächtige Sonnenuntergänge.

Evelyn von Landmeedchen

Über Evelyn von Landmeedchen:

Mein Name ist Evelyn und ich bin süchtig; nach Abenteuern, nahen wie auch fernen Ländern und Geschichten aus aller Welt. Mein Blog Landmeedchen richtet sich an Menschen, die Dinge erleben und nicht bloß ansehen möchten.  Reisende, die nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken oder Nadeln auf der Weltenbummlerkarte sammeln. Entdecker, die Menschen treffen, sich ihre Geschichten anhören, riechen, schmecken und das Leben spüren wollen.


Der Zirkus „Phare“ in Siem Reap

Lisa von Reisewundertüte

In Kambodscha habe ich viele Backpacker getroffen, die meinten, dass es außer Angkor in Siem Reap nichts zu sehen gibt.

Das war mir egal und ich bin zwei Wochen in Siem Reap geblieben.
Ich wollte die Stadt und die Locals kennenlernen und habe viel unternommen.
Dabei bin ich auf ein kleines Juwel gestoßen, das ich ansonsten übersehen hätte: Den Zirkus „Phare“.
Es ist ein Akrobatikzirkus, wo nur kambodschanische Künstler auftreten.

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Die meisten waren vorher Straßenjungen oder Jugendliche aus ärmlichen Verhältnissen.
Sie werden ausgebildet und können sich durch die Kunst ihren Lebensunterhalt verdienen.

Die akrobatischen Kunststücke werden in eine Geschichte verpackt, die sich jeden Monat ändert.
Als ich da war, war die Rahmengeschichte noch nicht sehr ausgeklügelt: Es ging um befreundete Straßenjungen, die ein Casting bei einem Zirkusdirektor haben.

Alle haben unterschiedliche Talente, die sie natürlich vorführen müssen: Sei es Feuertanz, Jonglieren, Akrobatik oder Balancieren.

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Ich war beeindruckt, wie stark diese Halbstarken waren.Ein einarmiger Handstand auf den hochgestreckten Armen eines am Boden liegenden Artisten war da noch das unspektakulärste. Sie haben sich gegenseitig durch die Luft gewirbelt und dabei pure Energie und Spielfreude versprüht.

Die Bewegungen waren so schnell, dass ich einfach kein scharfes Foto hinbekommen habe, was auch daran lag, dass der Rauch der Feuertänzer vor der Linse hing.

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Ehrlich gesagt hatte ich vorher keine großen Erwartungen an den Zirkus und wurde von der Show mehr als überrascht.
Die Mischung aus Zirkus, hochklassiger Akrobatik, Humor, Tanz, Theaterstück und selbst komponierter Livemusik macht „Phare“ so mitreißend.
Die Artisten haben mit so viel Emotion und Begeisterung gesungen, dass mich das sehr berührt hat.

Ich habe einfach gespürt, wie viel ihnen der Zirkus und die Musik bedeuten.
Es ist ihre Kultur, ihre Musik, ihre Geschichte und sie präsentieren sie mit Freude und Stolz.
Und ich habe mich unglaublich mit ihnen verbunden gefühlt.

Hinweis: Ein Zelt ist in Südostasien nicht die allerbeste Idee – die Hitze staut sich total. Aber jeder Besucher kann sich kostenlos einen Fächer leihen. Die Vorführungen finden jeden Abend um 20 Uhr an der „Phare Circus Ring Road“ im roten Zelt statt und dauern ungefähr eine Stunde. Bei den Karten gibt es drei Kategorien. Weil es eine runde Manege ist, kann man aber von überall gut sehen und es reicht die günstige Kategorie C für $18. Man sollte allerdings rechtzeitig da sein, weil es ein paar wenige Plätze mit Stützpfosten vor der Nase gibt. Mit dem Eintritt unterstützt man die Artisten und eine Ausbildungs-Schule für angehende Künstler.

Lisa Reisewundertuete
Über Lisa von Reisewundertüte:

Ich bin Lisa (25), studiere Medienpsychologie und bin leidenschaftliche Reisebloggerin. Als ausgebildete Medienkauffrau schätze ich die literarische Erzählform und schreibe längere Reiseberichte und Reportagen. Insbesondere Neuseeland hat mich begeistert, aber auch Geschichten über Südostasien mogeln sich mehr und mehr auf den Blog. Die Reisewundertüte ist ein Backpacking & Abenteuer Reiseblog der dich hoffentlich zu Reisen inspiriert, in kulturelle Lebenswelten eintauchen lässt und deinen Alltag verschönert.


Mit dem Fahrrad durch Siam Reap

Yvonne von Somewhere else

Du möchtest mehr von Land und Leuten in Kambodscha sehen? Dann lade ich dich zu einer Fahrradtour ein. Auch an heißen Tagen ist das eine recht angenehme Art sich im gemütlichem Tempo fortzubewegen und mehr vom Land kennenzulernen. Wir starten unsere Tour mit Grashopper Adventures in Siam Reap.

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Es dauert nicht lange und schon ist unsere Gruppe von etwa 12 Leuten raus aus der Stadt. Wir fahren über Feldwege von Dorf zu Dorf. Dazwischen erzählt uns unser Guide vom Leben in Kambodscha. Der Alltag der Menschen ist hier von Landwirtschaft geprägt. Wir begegnen Kühen, Wasserbüffeln und Reisbauern heben kurz den Blick, um uns freundlich zu grüßen.

Immer wieder tauchen Kinder am Wegesrand auf, die fröhlich „Hello, hello!“ rufen und neugierig ein Stück mit uns mitlaufen.

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Auf unserer Tour kommen wir auch an einem kleinen Markt vorbei. Einer meiner liebsten Orte, um in das Leben der Menschen vor Ort einzutauchen. Einen Einblick in ihren Alltag zu bekommen und in den Genuss von lokalen Leckereien zu kommen. Hier gibt es viel Obst wie Mangos, Ananas, Papayas und allerlei Gemüse. Auch kannst du frisches Popcorn und Reiskuchen kosten. Die Menschen sind freundlich, aber zurückhaltend, wirken fast schon schüchtern.

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Reisen bringt eine andere Sicht auf die Dinge mit sich, dafür musst du dich auch abseits von den ausgetretenen Touristenpfaden bewegen und in den Kontakt mit Einheimischen treten. So kannst du viel mehr über ein Land lernen und genauso den Menschen dort etwas zurückgeben, wenn du deine Erfahrungen mit ihnen teilst.

Informationen zur Fahrradtour:
Anbieter: Grasshopper Adventures
Start in Siam Reap, halbtägig, Länge: 30 km

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Über Yvonne von Somewhere Else:

Ich bin Yvonne, Designerin und Bloggerin. Liebe die Natur und ganz besonders das Meer. Ich möchte dich motivieren die Welt zu entdecken und dein Leben so zu gestalten wie es dir gefällt.
SOMEWHERE ELSE nimmt dich mit auf Reisen zu fremden Orten, auf Spaziergänge zu den Kochtöpfen dieser Welt, auf Entdeckungstouren in die Natur und ans Meer: www.somewhereelse.de


Kampot – Pfefferplantagen

Kathi und Romeo von Sommertage

Ein Ort in Kambodscha, der uns vom allerersten Moment an begeistert hat? Das war, ohne lange darüber nachdenken zu müssen, ganz eindeutig Kampot. Kampot ist eine Kleinstadt mit vielen alten Kolonialbauten im Süden Kambodschas und liegt am Fluss Teuk Chhou. Wie du am besten in deine Reiseroute einbauen kannst, haben wir in diesem Artikel auf unserem Blog zusammengefasst.

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Klassische Sehenswürdigkeiten findet man dort weniger, dafür hat man die Chance, das kambodschanische Leben hautnah kennenzulernen. Wir haben uns ganz einfach ein Fahrrad gemietet und sind damit durch die umliegenden Dörfer gefahren. Wir wurden ganz oft angehalten und begrüßt und haben uns mit kambodschanischen Kindern eine Wasserschlacht geliefert.

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Es lohnt sich übrigens, einen Abstecher zu einer Pfefferplantage zu machen, denn der Pfeffer aus Kampot soll angeblich der beste der ganzen Welt sein. Wir waren bei Farm Link, wo man bei einer kostenlosen Führung zusehen kann, wie der Pfeffer per Hand sortiert wird. Dort haben wir uns gleich einen Mehrjahres-Vorrat an Pfeffer mit nach Hause genommen. In der Region um Kampot findet man außerdem viele Gerichte mit frischem Pfeffer auf der Speisekarte – unbedingt einmal ausprobieren, denn frischer Pfeffer schmeckt ganz anders, als man es bei uns gewöhnt ist.

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Apropos Essen: für einen Sundowner oder für leckeres kambodschanisches Essen können wir euch das Restaurant Rikitikitavi von ganzem Herzen empfehlen. Die Gerichte sind phänomenal gut (probiert z.B. das Nationalgericht Amok!), außerdem hat man einen wunderschönen Blick auf den Fluss.

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Über Kathi und Romeo von Sommertage:

Wir sind zwei Freigeister aus dem wunderschönen Wien, die gemeinsam um die Welt reisen. Wir haben eine Schwäche für individuelle Hotels, Non-Stop-Flüge und orientalisches Essen.


Tempelanlage – Beng Mealea

Thomas von pixelschmitt

Eins meiner Highlights in Kambodscha war auf jeden Fall die Tempelanlage von Beng Mealea. Viele Touristen besuchen nur die bekannten Haupttempel rund um Angkor Wat  – da verpassen sie aber leider einiges.

Ich habe Beng Mealea im Sommer 2009 während meines einjährigen Reisesabbaticals  besucht.

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Damals war die Anlage erst seit zwei Jahren minenfrei. Dementsprechend verwildert und zugewuchert sind die Ruinen. Die Anlage steht mitten im Dschungel und die Natur hat sich hier wirklich wieder ihren Platz zurückerobert.

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Es macht einfach Spaß durch das Areal zu klettern. Es gibt zwar einen Holzsteg, der Dich über ein kleines Stück sicher durch das Gelände bringt. Richtig interessant wird es aber erst, wenn Du den Weg verlässt. Dort erwarten Dich riesige Steinbrocken, die mal eine Mauer waren, eingestürzte Hallen und Säulengänge. Manche Steinhaufen wirken so fragil, dass Du den Eindruck hast, nur noch die mächtigen Würgefeigen würden alles zusammenhalten.

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Beng Mealea ist nicht Teil des Archäologischen Parks und Du musst für Deinen Besuch nochmal extra Eintritt bezahlen. Außerdem liegt Beng Mealea etwa 60 Kilometer von Siem Reap entfernt, so dass Du einen Fahrer brauchen wirst. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Denn durch die Lage verirren sich auch nicht so viele Touristen hierher wie bei den bekannten Tempeln. So kann es Dir also leicht passieren, dass Du irgendwann komplett allein in der Ruine stehst.

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Über Thomas von pixelschmitt:

Thomas aka pixelschmitt ist Deutschlands wohl größter Reiseblogger. Mit seinen zwei Metern Körpergröße reist er durch die Welt und erkundet am liebsten skurrile Orte. Auf pixelschmitt.de berichtet er in Wort, Bild und Video von seinen Reisen. Letzte Stationen: Sri Lanka und Kuba. Nächstes Ziel: Südkorea.


Mit Quad und Kajak unterwegs

Lara von Backpacking Asien

Quad Fahren in den Dörfern

In Phnom Penh und Siem Reap werden Quadtouren angeboten.
Der Veranstalter in Phnom Penh heißt Nature Cambodia. Hier könnt ihr etwa 1,5 Stunden mit einem Guide Quad fahren und die Dörfer rund um die Hauptstadt erkunden.
Im Preis enthalten ist ein Ticket für die Killing Fields. Zugegeben, eine seltsame Kombination, weil Quadfahren ein Funsport ist und die Killing Fields so etwas wie ein Konzentrationslager waren.
Aber wer den Stimmungsbruch ertragen kann, sollte dieses Ticket lösen.
Vor der Quadtour wird eine relativ rudimentäre Einführung in das Gerät gegeben.

Tipp: Einmal im Voraus in Deutschland Quad fahren ist nicht falsch. Denn in Kambodscha achtet man nicht so sehr auf Sicherheitsregularien wie hier. In Deutschland ist alles streng organisiert.
In Kambodscha solltet ihr aufpassen, keine streunenden Hunde oder Hühner zu überfahren. Ihr fahrt über staubige Wege, zwischen Wohnhütten entlang, über schmale Brücken und in Mitten von begeisterten Kindern, die euch von der Seitenlinie aus abklatschen wollen.
Absolut einmalig und superwitzig. Durch die Quadtour bekommt ihr ein wunderbares Bild vom ländlichen Kambodscha. Ihr fahrt zwischen Reisfeldern entlang, seht Büffel und Kühe an den Seiten grasen und durchquert buckeliges Gelände, das euch auf euren vier Rädern ordentlich durchschütteln wird.
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Die Killing Fields danach sind natürlich ein extremer Gegensatz. Der Audioguide ist sehr informativ. Er schildert im Einzelnen wie Pol Pot in der Massenvernichtung von Menschen vorgegangen ist, wie er Verräter aus eigenen Reihen vermutete, welche Menschen er grundsätzlich im Verdacht hatte und wie brutal und demütigend er vorgegangen ist. Obwohl das Paket stimmungsmäßig nicht zusammenpasst, kann ich es wirklich empfehlen.

Mit dem Kajak zu den Irawadidelfinen

Wer lieber aus eigener Kraft statt auf einem motorisierten Gefährt unterwegs sein möchte, kann sich in Kratie ein Kajak mieten. (Kratie, ähnlich ausgesprochen wie Hatschie.) Die Stadtkulisse Kraties besteht aus Ruinen und Hippiekultur. Wer keine Irawadidelfine sehen möchte, ist hier falsch. Die kleinen Flussdelfine mit der stumpfen Schnauze sind die Attraktion der Stadt. Sie sind nur ziemlich scheu und zeigen sich nicht, wenn sie sich nicht in absoluter Sicherheit glauben. Viele Touristen erkunden den Mekong mit dem Motorboot. Das Kajak ist aber die deutlich verträglichere Variante für die kleinen scheuen Tiere, die vom Fischfang stark bedroht sind. Im Sorya Café arbeitet Susan, eine junge Frau mit breitem Kreuz aus Oklahoma. Sie vermietet Kajaks und organisiert Touren zu den Delfinen. Außerdem macht sie einen hervorragenden Iced Chai.

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Mit dem Kajak auf dem Mekong

Wenn ihr noch keine Erfahrung im Kajak habt, macht das nichts. Der Mekong ist groß, gemächlich und hat fast keine Strömung. Ich empfehle eher eine Halbtages- statt einer Ganztagestour. In einem halben Tag hat man eigentlich schon alles gesehen. In der Mitte des Tages wird es knallheiß. Die Sonne brennt. Eine Kopfbedeckung ist gut, Sonnencreme auch, Wasserflaschen gibt Susan sogar mit, wenn ich mich richtig erinnere. Irawadidelfine sind unheimlich niedliche Tiere. Ihr müsst etwas Glück haben, dass sie sich zeigen und wenn sie da sind, sind sie für ein Foto meist viel zu schnell wieder weg. Genießt es. Viel Spaß in Kambodscha!

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Die Kinder in den Dörfern haben Spaß. Sie grüßen uns in den Kajaks von weitem.

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Über Lara von Backpacking Asien:

Ich bin Lara und reise seit 2008 immer wieder nach Asien. Meine ersten Länder in Ost- und Südostasien waren China und Singapur. Seitdem war ich in Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Malaysia und Indonesien. In meinem Blog Backpacking Asien gebe ich anderen Reisenden viele Infos für die Vorbereitung und zu den einzelnen Destinationen.


Das „S-21 Genocide Museum“ in Phnom Penh

Jenny und Alexander von Weltwunderer

Von 1975 bis 1978 war Kambodscha in der Hand der Roten Khmer, die das Land unter ihrem Führer Pol Pot binnen weniger Jahre in den Abgrund stürzten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Bei dem Versuch, einen kommunistischen Agrarstaat zu schaffen, starben mehr als zwei Millionen Kambodschaner, religiöse Stätten wurden zerstört und große Teile des Landes durch Landminen unbetretbar gemacht. Noch bis Ende der 1990er-Jahre hielten sich Guerilla-Verbände der Roten Khmer im Dschungel versteckt, Gerichtsverfahren gegen ihre Anführer dauern bis heute an.

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Was Menschen im Namen einer Ideologie für Grauen verbreiten können, sollte jeder gesehen haben – und im „Genocide Museum“ in Phnom Penh wird das sehr anschaulich. Das ehemalige Schulgebäude, das 1975 zum Verhörzentrum und Gefängnis S-21 umfunktioniert wurde, liegt mitten in der Hauptstadt. Damals allerdings muss Phnom Penh wie ausgestorben gewesen sein, denn die gesamte Stadtbevölkerung war in Arbeitslager deportiert worden. Die Schreie der über 20.000 Menschen, die hier im Laufe von fünf Jahren säuberlich in die Akten aufgenommen und anschließend so lange gefoltert wurden, bis sie ihr Vergehen gegen den Kommunismus gestanden, verhallten ungehört.

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Das Museum erstreckt sich über zwei Etagen und zeigt schonungslos alles: von den original erhaltenen Zellen und Folterwerkzeugen über tausende Fotos von Gefangenen jeden (!) Alters und zahlreichen Dokumenten, die leider kaum ins Englische übersetzt sind, bis zu Zeichnungen, auf denen sich ehemalige Gefangene an Details ihrer Folterungen erinnern.
Die stickige Luft, der Stacheldraht vor den Fenstern und die undefinierbaren dunklen Flecken an den abgeschabten Mauern des „Tuol Sleng Prison“ wecken wahrscheinlich nur eine blasse Ahnung davon, wie es hier gewesen sein muss – aber die genügt. Hier werden keine Selfies gemacht, hier hört man kein Teenie-Kichern, hier bleibt niemand unbeteiligt.

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Nur sieben Gefangene überlebten ihre Zeit im „Tuol Sleng Prison“. Alle anderen wurden spätestens nach ihrem „Geständnis“ hinaus vor die Stadt gefahren, erschlagen und notdürftig verscharrt. Wem die Eindrücke aus dem Museum noch nicht anschaulich genug waren, der kann sich die „Killing Fields“ in Choeung Ek auf einer Tour anschauen, wo heute ein Mahnmal aus Schädeln und Knochen an die Schreckensherrschaft der Roten Khmer erinnert.

Das „Genocide Museum“ an der Ecke 113./350. Straße nahe dem Preah Monivong Boulevard ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt liegt bei 2 US$.

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Über Jenny und Alexander von Weltwunderer:

Die Weltwunderer sind eine fünfköpfige Familie aus Dresden, die gern die Welt entdecken – ob in Japan, Neuseeland oder Spanien, wir sind auf alles neugierig!


Kulinarik in Siem Reap

Valérie und Tobi von Globetourists

Siem Reap hats uns irgendwie angetan und das obwohl die Stadt das touristische Zentrum Kambodschas ist. Die kleine Stadt pulsiert und ist richtig lebendig.
Ein paar Tage Zeit sollte man sich einplanen. Natürlich kann man von Siem Reap aus, auch perfekt die Tempelstadt Angkor besichtigen.
Unterkünfte gibts in Siem Reap wie Sand am Meer und die sind z.T. echt sehr günstig. Wir haben z.B. für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad 8 Dollar bezahlt!

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In den Tag startet man in Siem Reap am besten mit einem Frühstück im Sister Srey“ Cafe. Das Cafe ist mit viel Liebe eingerichtet. Unser Lieblingsplatz ist im Erdgeschoss am grossen offenen Fenster, wo man das treiben der Strasse bei einem mega leckeren Flat White ( ca. 2.50 USD) beobachten kann. Alles ist BIO und die Locals werden durch das Café – Projekt unterstützt! Das Essen ist übrigends auch der Wahnsinn und der Service super nett!!

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Anschliessend lohnt es sich durch die Stadt zu bummeln. Es hat viele Geschäft und kleine Essensstände wo man sich was kleines für wenig Geld gönnen kann. Wenn man müde wird, kann man sich mit einer Art „ TuckTuck“ für wenig Geld rumfahren lassen. Ein Besuch auf dem Markt wo die Locals ihre Lebensmittel einkaufen ist auch ein „must“, Fotokamera nicht vergessen!! Die Menschen sind allgemein sehr freundlich und hilfsbereit und so kommt man im laufe des Tages immer wieder mit Locals ins Gespräch.

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Am Abend „steppt der Bär“ in der Stadt und für Partytiger gehts dann erst richtig los.

Vorher muss man sich aber bei einem leckeren Nachtessen im HAVEN Restaurant stärken. Mit deinem Besuch dort unterstützt du das Ausbildungsprogramm und ermöglichst damit benachteiligten jungen Leuten eine sichere und unabhängige Zukunft. Echt genial!! Die Besitzer sind Schweizer und die machen einen echt tollen Job. Das Essen ist von A- Z lecker und der Service wie in einem 5-Sterne Haus. Die Preise sind für Kambodscha eher hoch  aber jeden Cent wert! Unbedingt reservieren!!

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Über Valérie und Tobi von Globetourists:

Wir sind Valérie & Tobi vom Reiseblog globetourists.ch. Auf unserer Seite findest du Tipps & Inspirationen zum Thema Weltreise und verschiedenen Reisedestinationen rund um den Globus.


Nachwort:

Wir bedanken uns bei allen Reisebloggern, die bei diesem Round Up Post mitgemacht haben !

Wir hoffen, dass für schöne, noch unbekannte Ort und Attraktionen dabei waren und wir alle euch für eure nächste Reise nach Kambodscha inspirieren konnten.

Für uns war auf alle Fälle etwas dabei !

Lasst euch ale überraschen, wo uns die Wege auf unserer Reise hinführen werden.

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

3 Kommentare

  1. Spannend auch die Tipps der anderen Round-up TeilnehmerInnen zu sehen. :-) Falls Ihr noch weitere Reiseideen sucht, neben den Delfinen habe ich hier noch mehr Tipps für Reiseziele in Kambodscha abseits vom „Trampelpfad“. Ich wünsche viel Spaß bei der Reisevorbereitung und eine supertolle Reise. Vielleicht läuft man sich ja über den Weg, ich bin ab Ende des Jahres auch wieder in Südostasien.

  2. Hallo Bibo!
    Das ist ja eine tolle Sammlung! Auf die komme ich mal zurück, wenn ich mal mehr Zeit für Kambodscha habe. Ich habe bisher nur einen Tag dort verbracht. Aber der war so schön, dass ich hier diesen Tipp mal ergänzen will: Auch wenn es touristisch schon gut erschlossen ist, lohnt sich Sihanoukville. Es hat super tolle Strände (den schönsten haben wir südlich der Stadt entdeckt), einen schönen Wasserfall mit Relax-Hängematten etwas außerhalb und einen Reptilienzoo – neben Tempeln und Monumenten… Plant ein paar Strandtage ein! Das Meer ist herrlich.
    Liebe Grüße
    Gela

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