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Koh Kood II

Übersichtskarte Koh Kood

Übersichtskarte Koh Kood

23.03.2012

Koh Mak, 33 Grad, sonnig

Hallo,

nach einer absolut ruhigen Nacht erwachen wir gegen 07.30 Uhr.
Nach einem kleinen Frühstück, mieten wir uns mal wieder einen Roller.
Jau, wir haben Gefallen daran gefunden.
Hier sind die Straßen mit Koh Chang vergleichbar. Genauso steil, um die Hälfte schmaler, aber wesentlich weniger Verkehr.
Und weil die Farbe dem Bibo so gut steht, freuen wir uns doppelt.

ein Roller in pink für den Bibo
ein Roller in pink für den Bibo

Da es hier nicht viele befestigte Straßen gibt, versuchen wir uns erst einmal auf der Hauptstraße in Richtung Ban Ao Yai.
Da aber die interessanten Sachen gewöhnlich abseits der Straßen liegen, brauchen wir nicht lange, bis es wieder über Stock und Stein geht.
Unsere erste Offroadtour führt uns zum Ao Bang Bao .

Ao Bang Bao im Panorama
Ao Bang Bao im Panorama

Auch hier wieder absolut weißer, weicher Sand und glasklares Wasser. Eins schon mal vorweg genommen, hier ist für uns persönlich der schönste Strand der Insel.
Nachdem wir uns zurück zur Hauptstraße gekämpft hatten, kam nach kurzer Wegstrecke auch schon der nächste Abzweig zum „Klonghin Resort“.
Die Anlage liegt am Ao Ta Khian und der kurz geschnittene Rasen fühlt sich wie Kunstrasen an.
Und der Strand hier ist auch wunderbar !!!

Ao Ta Khian
Ao Ta Khian

Beachrestaurant vom Klonghin Resort am Ao Ta Khian

Beachrestaurant vom Klonghin Resort am Ao Ta Khian

Auch hier haben wir ein wenig verweilt, bevor der holprige Weg zurück zur Straße in Angriff genommen wurde.
Der kleine 80’er Roller hatte mit unseren zusammen ca. 150 Kilo ganz schön zu kämpfen !! (größere Roller gab es hier leider nicht).
Danach ging es weiter über menschen- und fahrzeugleere Straßen in Richtung „Neverland Resort“ am Ao Klon Hin.

leere Straßen auf der Insel
leere Straßen auf der Insel

Ao Klong Hin Beach am Neverland Resort
Ao Klong Hin Beach am Neverland Resort

die andere Seite vom Strand
die andere Seite vom Strand

Wir wollten uns jetzt nicht die mühe machen und die Menschen wegretuschieren, sonst glaubt uns ja keines, dass die Bilder echt sind, wenn überhaupt keine Menschen zu sehen sind !!!
Aber wirklich !!!! Hier trifft man am Strand kaum einen Menschen !!!!
Der Rückweg zur Straße gestaltete sich dann ein wenig schwierig, da der Weg sehr versandet war.

Bibo macht Dreck und Tanja muss laufen
Bibo macht Dreck und Tanja muss laufen

Danach sind wir dann weiter gedüst und irgendwann (es gibt kaum Ausschilderung) wieder mal Richtung Strand abgebogen, als Tanja mir plötzlich auf die Schulter klopfte und halt brüllte.
Ich natürlich gleich in die Bremse…dachte was schlimmes sei passiert…ne sie hat ein Schild gesehen, was ich übersehen hatte.

viele Schilder inzwischen auch in russisch
viele Schilder inzwischen auch in russisch

Den Roller also kurzer Hand abgestellt und den Viewpoint besucht.
Dieser Viewpoint stellte sich dann als der namenlose Wat dar, der auch im Reiseführer verzeichnet war.

diesen Weg müsst ihr gehen
diesen Weg müsst ihr gehen

der Buddha vor dem Wat
der Buddha vor dem Wat

Da der Wat von außen eher schmucklos wirkte, haben wir von außen keine Fotos gemacht.
Tanja ist dann rein und hat dieses Bild gemacht.

Wir sind dann weiter in Richtung Ban Ao Yai und mussten mit Schrecken feststellen, dass unser Spritvorrat immer weiter zur Neige ging.
Ist ja auch kein Wunder bei uns zwei „starken Westeuropäern“, der steilen Straßen und dem kleinen Roller hier.
Na, dann hoffen wir mal, dass irgendwo in der Wallachei wieder mal Sprit in Flaschen verkauft wird. Wenn nicht, dann haben wir echt nen Scheiß !!!

Kleiner Tipp: Wenn ihr hier auf der Insel unterwegs seid !! Knallt den Tank am Anfang gleich ganz voll !!! Die Wege sind sehr lang und die „Spritfassstationen“ sind sehr, sehr rar !!!!

Aber weiter mit dem wilden Ritt !!
Auf dem Weg nach Ban Ao Yai ist am Fahrbahnrand dann plötzlich ein Viewpoint, an dem wir natürlich anhalten.

Blick auf Ban Ao Yai
Blick auf Ban Ao Yai

Die Straße geht ordentlich bergab, sodass wir doch ein wenig Sprit sparen können.
Unten angekommen sehen wir doch tatsächlich einen kleinen Laden, der dieses heißbegehrte Knallwasser verkauft.
Nichts wie ran und voll den Tank ! Puuuh, das ist ja nochmal gut gegangen !!!!
Jetzt ist der Roller verpflegt ist, können uns ganz beruhigt umschauen in diesem kleinen Stelzendorf.
Hier ist nicht viel los !!
So gut wie keine Touristen…nur Fischer.
Vom Pier aus machen wir dieses Foto.

Panoramafoto der Bucht bei Ban Ao Yai
Panoramafoto der Bucht bei Ban Ao Yai

So, hier sind wir bis zum Ende vorgedrungen.
Von unsere Unterkunft bis hierher haben wir gute 2 Stunden gebraucht.
Wir müssen jetzt den gleichen Weg zurück, um doch die Wasserfälle zu besuchen, die im Reiseführer eindrucksvoll beschrieben sind !!!

Ich zitiere mal den Reiseführer (Loose):

„Auch drei rauschende Wasserfälle gibt es auf Koh Kood- darunter der imposante Nam Tok Klong Chao und der etwas kleinere Nam Tok Klong Yai. Sie verführen zu paradiesischem Badespass…….

Na das hört sich doch toll an!! Da müssen wir hin!! Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen !!
Auf der Fahrt zum Wasserfall machen wir nochmal ne kleine Pause am „View Point Cafe“ und genießen die Aussicht und Stille da oben.
Als wir zum Roller zurück kommen, müssen wir feststellen, dass auf dem Hinterreifen keine Luft mehr ist ! So ein Scheiß !!!
Wat nu ??
Wir haben bis jetzt weder Tankstelle noch eine Werkstatt gesehen (die ja sonst an jeder Ecke zu finden sind).
Kurz gefragt…geht links rum und ist nicht weit.
Also „rollert“ der Bibo so los, Tanja macht sich langsam zu Fuß in die gleiche Richtung auf den Weg.
Hinter der nächsten Ecke…den Nächsten gefragt.
Jau, immer weiter..sind ungefähr 2 Kilometer…
Na, dann mal los..so mit nem platten Hinterreifen und das auch noch bergauf und bergab.
Irgendwann bin ich dann schon am Verzweifeln und frage den Nächsten Angestellten eines Resorts.
Der meint dann…sind noch 3 Kilometer !!
Das wird ja immer mehr. Das kann doch nicht sein !!!
Aber ich roller so weiter und irgendwann..wirklich…eine gefühlte Ewigkeit weiter, erscheint auf der rechten Seite eine Rollerwerkstatt.
Geschafft !!!
Mache sie. Neuen Schlauch rein und ich soll warten.
Genüsslich zünde ich mir nach der Anstrengung ne Kippe an, da fällt mir auf, dass ich ja alles mitgenommen habe !!
Kippen, Geld…arme Tanja hat nichts bei…nicht mal Kippen !!!!
Nach guten 15 Minuten und um 180 THB (4,40 Euro) ärmer kann die Fahrt ja weitergehen.
Tanja ist auch begeistert..aber mehr, dass sie eine rauchen kann…

Den Weg dorthin finden wir auch ganz einfach, da der erste Nam Tok Klong Chao auch gut ausgeschildert ist.
Als die ausgebaute Straße zu Ende ist, stellen wir den Roller ab und gehen mal wieder zu Fuß weiter !

hier geht es zum Wasserfall......
hier geht es zum Wasserfall……

....nach 100 Metern...nichts....
….nach 100 Metern…nichts….

....nach 200 Metern...nichts....
….nach 200 Metern…nichts….

....nach 300 Metern...nichts....
….nach 300 Metern…nichts….

der imposante Nam Tok Klong Chao Wasserfall
der imposante Nam Tok Klong Chao Wasserfall

Na, der Abstecher hat sich doch wirklich gelohnt !!!
Wat sollen wir machen ??
Wenn kein Wasser da, dann kein Wasser da !!
Wir laufen frustriert zurück und fahren weiter zum nächsten Wat, den die Karte im Reiseführer her gibt.
Aber da brausen wir mit unserer Hypergeschwindigkeit, die wir drauf haben, erst einmal vorbei und landen an einem Pier.
Links vom Pier liegt das teure „Shantaa Resort“ mit einem winzigen Strand direkt am Pier.

Shantaa Resort mit Strand am Pier
Shantaa Resort mit Strand am Pier

So ein teures Resort und dann solch ein kleiner Strand ?? tztztz…
Dabei sieht es auf der anderen Seite vom Pier so schön aus !!!
Endlos weißer Strand und keine Menschen !!!

der schöne lange Strand rechts vom Pier
der schöne lange Strand rechts vom Pier

Danach sind wir dann die 200 Meter bis zum Wat nicht gelaufen, sondern haben den Roller genommen. Wofür haben wir den denn sonst !!!
Auch wieder ein namenloser Wat.

Da dieser Wat (noch) keine Reise Wert ist, verlassen wir das Gelände wieder, machen uns auf zum nächsten Wasserfall und sind schon gespannt, was uns dort erwartet.
Wieder ist ein Fußmarsch angesagt.

hier geht es lang.....
hier geht es lang…..

...jetzt wird es steil....
…jetzt wird es steil….

...wir haben trotzdem Spaß !!!
…wir haben trotzdem Spaß !!!

….und erreichen den zweiten Wasserfall, an den wir solch eine Erwartung hatten !!
Seht selbst, ist er nicht schön !!!
Man kann sich gar nicht satt sehen !!!

der  Nam Tok Klong Yai Wasserfall
der Nam Tok Klong Yai Wasserfall

man sieht Bibo die Begeisterung förmlich an !!!
man sieht Bibo die Begeisterung förmlich an !!!

Ok, dat war wohl nichts, machen wir uns an die letzte Etappe des Tages und fahren nach Ban Ao Salad.
Ein größeres Stelzendorf im Norden der Insel.
Nach einsamer Fahrt erreichen wir dann den gewünschten Ort auch und sehen zuerst einen riesigen Buddha.

Wie ihr bestimmt schon festgestellt habt, haben wir heute noch nicht wirklich viel gegessen. Gut im View Point Cafe gab es schnell ein Ham/Cheese Sandwich. Aber so richtig…neeee.
Da wir ja hier in einem Fischerdorf sind, was liegt da näher, als Fisch zu essen.
Am Eingang des Dorfes befindet sich ein Geschäft mit Souvenirs, welches auch eine angeschlossene Terrasse mit Bewirtschaftung hat.

Restaurantterrasse in Ban Ao Salad
Restaurantterrasse in Ban Ao Salad

Wir sind also freudig erregt, mal wieder schönen Fisch zu essen in den Laden rein und haben uns erst einmal zwei Shakes bestellt.
Tanja einen MixFruit und Bibo einen Lemon.
Ausgesehen haben sie ja gut.

Tanja’s MixFruit war ok. Mein Lemon ging gar nicht. Kein Lemon drin und nur süß !!! Bäääh….
Zum Essen gab es dann Chicken mit Ingwer und wie immer für Bibo Deep Fried Fish mit Garlic.

sieht lecker aus........
sieht lecker aus……..

…aber ging gar nicht !!!!
Da das ja mein „Standartgericht“ hier ist, muss ich sagen, dass ich noch nie in Thailand einen so schlechten Fisch gegessen habe.
Kein Geschmackt, völlig trocken !!! Ne, ging gar nicht !!
Tanja war auch nicht begeistert…war mehr Gemüse und so gut wie kein Chicken drin.
Also hier sollte man es vermeiden einzukehren !!!

Da sich der Tag so langsam dem Ende näherte und wir nicht im Dunklen fahren wollten, haben wir uns schleunigst auf den Heimweg gemacht.
Auf der hauseigenen Terrasse haben wir es uns dann gemütlich gemacht und den Reisebericht geschrieben, bevor wir gegen 23.00 Uhr in die Falle gestürzt sind.

Bis morgen…

Gruß

Bibo & Tanja

über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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