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Berliner Unterwelten – Mauerdurchbrüche

Heute waren wir wieder einmal in Berlin unterwegs und haben uns in den Untergrund von Berlin begeben.
Diesmal haben wir die Tour M der Berliner Unterwelten gemacht.

Die Tour „Unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin“ zeigt die gelungenen und misslungenen Fluchten über Tunnel direkt nach dem Mauerbau in Berlin.

Hier werden viele Fakten in der Zeit von 1961 – 1984 dargeboten.

Da wir ja auch als „West-Berliner“ fast 25 Jahre mit der Mauer gelebt haben, sind die Berichte in den Zeitungen über die damaligen Fluchten immer noch im Kopf.
Aus diesem Grunde war es für uns noch einmal eine Vertiefung der Geschichte und wir wurden oft an alte Berichte erinnert, die wir selber in den Zeitungen verfolgt haben.

Wie bei allen Führungen, können die Karten des Berliner Unterwelten e.V. nur an der zentralen Verkaufsstelle am U.Bhf – Gesundbrunnen erworben werden.

Somit reisten wir wieder einmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn) an.

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Nach nur ein paar Stationen mussten wir am Bahnhof „Treptower Park“ umsteigen.

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Danach sind wir die letzten Stationen bis „Gesundbrunnen“ durchgefahren.
Gleich neben dem Bahnhof befindet sich der Verkaufs-Pavillon des Berliner Unterwelten e.V.

Nach dem Kauf der „Eintrittskarten“ für 14 Euro das Stück, mussten wir noch einen kleinen Fussweg bis zur Brunnenstr./Hochstr. hinter uns bringen.

Hier befindet sich der Treffpunkt und Eingang für die Tour M durch den Berliner Untergrund.
Der Eingang ist nicht zu verfehlen, da alles sehr gut ausgeschildert ist.

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Da auch hier das Fotografieren nicht erlaubt ist, können wir nur auf die Internetseite des Berliner Unterwelten e.V. verweisen, wo Fotos aus der Unterwelt zu sehen sind (einfach auf „Images“ klicken).

Die Führung beginnt mit dem Abstieg in die Katakomben des Bahnhof Gesundbrunnen, der zu Kriegszeiten als Luftschutzanlage genutzt wurde, obwohl sie dafür nicht konzipiert wurde.
Dort sind viele Bilder und Austellungsstücke zu sehen, welche beim Tunnelbau und den damit verbundenen Fluchten benutzt wurden.

Aber ein ganz großes Lob geht von uns aus an unseren Tourguide „Klaus Erxleben“, der sehr detailliert, authentisch und emotional aus dieser Zeit berichtet hat.
Da er als „Ost-Berliner“ aufgewachsen ist und vermutlich viel durchgemacht hat in dieser Zeit, können wir das als „West-Kinder“, die die direkte Zeit nach der Wende mitgemacht haben, wirklich nachvollziehen !!

Die Ausführungen von Klaus Erxleben waren nachvollziehbar und haben uns in seinen Bann gezogen.
Interessant und spannend wurde die Führung von ihm gestaltet.

Nach gut eine Stunde voller spannender und informativer Erzählungen, haben wir den Bahnhof Gesundbrunnen verlassen und sind mit der U-Bahn 2 Stationen bis zur Bernauerstr. gefahren (die Fahrt ist im Preis der Eintrittskarte inbegriffen).

Hier befindet sich die Gedenkstätte „Berliner Mauer„, welche kurz begangen wurde.

 

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Nach diesem Kurzbesuch geht es zur Brunnenstr. 137, von wo aus ein Tunnel gegraben wurde.
Hier wurden einige Tunnel originalgetreu nachgebaut, damit man einen Einblick gewinnen kann, wie diese Tunnel einmal gebaut wurden.

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Es ist wirklich beeindruckend, diese Originalplätze der Geschichte zu besuchen, obwohl man sich wirklich nicht vorstellen kann, was damals wirklich unter der Erde Berlins abgegangen ist und gefühlt wurde.
Die Darstellung von unserem Tourguide hat aber einen kleinen Eindruck vermitteln können.

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Insgesamt ist die Tor mit 120 Minuten angegeben.
Unser Rundgang hat sich dann auf gut 2,5 Stunden ausgedehnt.
Obwohl wir im geteilten Berlin groß geworden sind und täglich mit der Berliner Mauer konfrontiert wurden, hat uns dieser Rundgang noch einmal einen wirklichen Einblick in die Hintergründe des Berliner Fluchttunnel Baus gegeben.

Wir können nur jedem empfehlen, diese Tour M einmal zu besuchen und einen Teil der Berliner Geschichte aus dem Untergrund kennen zu lernen !!!

Aber eine kleine Besonderheit ist uns im Hinterhof der Bernauer Str. 137 noch aufgefallen.
Hier das Foto dazu :

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Was damit wohl gemeint ist ??

So, das war unser Ausflug in die Berliner Unterwelten an der Bernauer Str. und den Fluchtunneln von Berlin.

Wir hoffen, euch hat unser Bericht gefallen und ihr werdet dieses Erlebnis bei eurem nächsten Besuch in Berlin auch einmal haben !!

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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4 Kommentare

  1. Hi ihr beiden!

    Wir waren letztes Jahr im Oktober in Berlin, kurz vor den Feierlichkeiten zum 25 jährigen Mauerfall. Auf der ToDo Liste stand eigentlich auch eine Führung mit Berliner Unterwelten e.V., aber leider war die Tour schon ausgebucht, als wir am Verkaufskiosk ankamen. Wer Berlin von unten erkunden will, sollte also frühzeitig da sein! Für uns ein Grund mehr noch mal wieder zu kommen – auch wenn es eh noch 1000 andere gibt :)

    Viele Grüße
    Udo

    • Hallo Udo,

      schade, dass es euch bei nicht geklappt hat mit der Tour !!
      Aber bestimmt wird es was beim nächsten Mal !

      Liebe Grüße
      Bibo & Tanja

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