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Brandberg zum Mowani Mountain Camp (Tag 20)

Am heutigen Tage sind wir genau 3 Wochen unterwegs und es fühlt sich anders an.

Aus diesem Grunde, möchten wir ein paar Worte aus unserem Gefühlsleben rauslassen, bevor es mit der Routenbeschreibung weiter geht.

Unsere regelmäßigen Leser wissen ja, dass wir seit 6 Jahren immer 5-7 Wochen am Stück unterwegs sind, aber diesmal haben wir jetzt schon dass Gefühl, unendlich lange unterwegs zu sein.

Woran mag das liegen?

Abends, gemütlich am Lagerfeuer sitzend, gehen wir in uns und folgende Stichpunkte sind uns dabei aufgefallen:

Wir haben noch nie……

  • solche eine Stille erlebt
  • so viele Sterne am Himmel gesehen
  • solch eine Weite gesehen
  • so lange geschlafen
  • so viele Tiere in freier Natur gesehen
  • den Kopf so schnell leer bekommen

Hinzu kommt noch, dass wir unterwegs so gut wie keinen Internetempfang haben.
Obwohl wir Reiseblogger sind und sehr gerne live von unterwegs berichten, genießen wir einmal das Leben ohne Social Media und den Blog.

Dafür haben wir Stift und Papier wiederentdeckt.

Alle diese Punkte haben wir so noch nicht in der Gesamtheit erlebt und fühlen uns verdammt gut damit.

So sehen übrigens unsere Notizen während der Fahrt und in Reinschrift aus.

Roadbook
Aufzeichnungen
Jetzt wisst ihr, wie es uns nach 3 Wochen Rundreise durch Namibia geht und wir machen mit der nächsten Etappe unsere Reise weiter.

Zum Sonnenaufgang werden wir unsanft geweckt.

Ein Grauschreivogel hatte es sich über Nacht in dem Baum über uns gemütlich gemacht und ist der Meinung, wir sollen doch endlich aufstehen, solch einen Krach macht er.

Dadurch können wir noch einmal zusehen, wie die aufgehende Sonne den Brandberg immer mehr rot schimmern lässt.

Nachdem unser erster Kaffee fertig ist, macht es sich der Grauschreivogel doch tatsächlich noch einmal gemütlich und schließt die Augen.

Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen.

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Grauschreivogel-Brandberg
Nach dem Frühstück checken wir noch einmal das Navi und vergleichen die angegebene Strecke von 86 Kilometern mit den Angaben unseres Roadbooks, wo eine Entfernung von 350 Kilometern notiert ist.

Wir sind ein wenig irritiert, stellen aber fest, dass wir zu Hause bei der Planung die „kürzeste Strecke“ gewählt haben.

Das heißt, dass wir 86 Kilometer auf einspurigen Wegen ganz alleine durch die Wildnis fahren.

Genau diese Wege sind doch der Grund, warum man in Namibia eine Rundreise macht, oder nicht ?

Wir wissen nicht so recht, ob wir uns das bei unserem ersten Urlaub schon zutrauen.

Einige werden jetzt sagen: Deshalb seid ihr hier !

Andere werden sagen: Ne, alleine niemals !

Nach kurzer Überlegung lassen wir es sein, da wir noch nicht so weit sind, ohne ständig einen Gedanken daran zu verschwenden, was wäre wenn wir jetzt liegen bleiben.

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86 Kilometer auf solchen Wegen trauen wir uns noch nicht zu

Also nehmen wir den weiten Weg und fahren auf der D 2259 bis zur C 35, biegen nach links in Richtung Khorixas ab.
Nach ca. 50 Kilomtern auf der C 35 fahren wir nach links auf die D 2612 in Richtung Twyfelfontein.

In diesem Gebiet zeigt sich Namibia von seiner grünen Seite.

Hinter jedem Hügel tut sich eine neue tolle Aussicht auf.

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Bei dieser tollen Landschaft sind wir immer wieder verwundert, wie schnell manche Urlauber unterwegs sind.

Auf dieser Strecke werden wir ständig in rasantem Tempo überholt.
Wir können es nicht verstehen.

Nachdem wir wieder einmal ganz gemütlich über eine Kuppe fahren, sehen wir rechts und links der Straße viele Affen herumtollen.

Da müssen wir doch halten und ein paar Fotos machen.

Ganz plötzlich schießt ein Overland Truck an uns vorbei und geht voll auf die Bremse.

Tja, hätten wir hier nicht gestanden, dann hätten die Gruppenreisenden hier nichts zu sehen bekommen.

Wir warten noch, bis sich die Staubwolke des LKW verzogen hat und trödeln weiter auf der D 2612 in Richtung Twyfelfontein.

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Trotz unserer Trödelei erreichen wir die Twyfelfontein Country Lodge gegen 12.30 Uhr.
Wir fahren zuerst hierher, da auf unsere Karte eine Tankstelle eingezeichnet ist.
Der Sprit müsste zwar noch reichen, aber wir fahren nach dem Motto: “ tanke, wenn du es kannst und nicht wenn du musst!“

Interessant ist dabei die alleinstehende Zapfsäule in der Weite Namibias.

Ein Erlebnis, welches wir nicht so schnell vergessen werden.

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Auch die Umgebung ist wieder einmalig!

Wie ihr schon merkt, schwärmen wir bei jedem Beitrag, aber wir können es manchmal einfach nicht in Worte fassen, wie uns dieses Land und die Landschaft beeindrucken.

Auf der Karte erkennen wir, dass die Felsgravuren von Twyfelfontein nicht weit entfernt sind.

Trotz der Mittagshitze fahren wir dort hin.

Wir haben hier nämlich nur eine Nacht und es wäre schade, wenn wir dieses Ausflugsziel auslassen würden.

Bis jetzt waren alle Straßen und Sehenswürdigkeiten sehr gut ausgeschildert.
Hier verfahren wir uns zum ersten Mal.

Wir fahren auf der D3254 und verpassen irgendwie den Abzweig auf die D3214 und landen im Nirgendwo.

Die öffentliche Straße hört einfach auf und geht in eine Privatstraße über.

Also wieder zurück und an dem ersten Abzweig (nicht ausgeschildert) biegen wir einfach ab.

Diesmal haben wir es richtig gemacht und stehen nach ein paar hundert Metern am Haupteingang zu den Felsgravuren von Twyfelfontein.

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Felsgravuren von Twyfelfontein

Am Haupteingang gibt es überdachte Parkplätze und ein Wächter macht seine Runde.

Nachdem er unser Kennzeichen, die Ankunftszeit und unsere Nationalität notiert hat, können wir zum Eingangsgebäude laufen.

Hier müssen wir einen Eintritt von 70 N$ ( ca. 4,70 Euro) p.P. bezahlen und bekommen einen Guide an die Hand.

Ohne Guide darf man das Gelände nicht mehr betreten.

Die junge Frau fängt gleich an und erklärt uns alles, was mit dem Gelände und den Malereien zu tun hat.

Im Reiseführer steht geschrieben, dass die Guides hier unheimlich „maulfaul“ sind.
Das können wir überhaupt nicht bestätigen.

Wir laufen also auf den vorgegebenen Wegen, hören den Ausführungen unseres Guides und schauen uns die Gravuren an.

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Insgesamt dauert der sehr interessante Rundgang 45 Minuten.

Danach geht es in Richtung Mowani Mountain Camp.

Am Zugang zur Lodge werden wir nach unserem Namen gefragt und es stellt sich heraus, dass wir nicht registriert sind.

Nach mehreren Telefonaten dürfen wir dann passieren und zur Rezeption fahren.
Hier werden wir sehr reserviert empfangen und auch weitere Telefonate bringen kein Licht ins Dunkel.

Dank vorhandenem Voucher dürfen wir bleiben und uns wird Campsite 1 zugewiesen.

Der Platz ist wieder einmal genial!

Zwischen riesigen Felsen gibt es eine kleine „Küchenzeile“, eine Dusche und ein separates Klo.

Hier kann man es aushalten.

Die anderen Plätze liegen ebenso versteckt, dass man seine absolute Ruhe hat.

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Wir genießen den Abend am Grill und beobachten die zahlreichen gefiederten Gesellen, die in unserer unmittelbaren Umgebung nach Nahrung suchen.

Ein Gelbschnabeltoko ist ganz frech und nähert sich unserem Platz bis auf 3 Meter.

Das ist einfach klasse, die Tiere so ganz aus der Nähe beobachten zu können.

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Leider ist es bei der Mowani Mountain Lodge wirklich wie im Reiseführer beschrieben, dass die Camper die Annehmlichkeiten der Lodge (Restaurant & Pool) nicht nutzen dürfen.

Dies ist uns das erste Mal auf dieser Reise so widerfahren.

Auf allen anderen Plätzen durften wir als Camper auch immer das Angebot der jeweiligen Lodge nutzen.

Aber nicht so schlimm, da machen wir noch einen kleinen Spaziergang in der Abenddämmerung und erfreuen uns an der hiesigen Tierwelt.

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Und zum Ende des Beitrages gibt es auch wieder unsere heutige Etappe auf der Karte.

Tagesstatistik:

gefahrene Kilometer: 175,6 Km
gesamte Reisezeit: 6,5 Stunden
Pausenzeiten gesamt: 1,0 Stunden
reine Fahrtzeit: 5,5 Stunden

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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