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Von Aus nach Lüderitz (Tag 9)

Unser Schlaf wird um Punkt 03.00 Uhr unterbrochen – besser gesagt Bibo’s Schlaf, denn Tanja pennt immer mit Ohropax.
Plötzlich sind laute Rufe zu hören und irgendwelche Lichter gehen an.
Anmerkung: Campsite 2, 3, 4 und 5 sind von einer größeren Gruppe, bestehend aus geschätzten 5 Familien mit Kindern und 5 Autos belegt.
Aus dem Zelt kann Bibo direkt auf Campsite 5, welcher mitten auf dem Platz ist, sehen.
Vor hier aus schwärmen plötzlich diverse Lichter aus (Stirnlampen), mehrere Autos werden gestartet und setzen sich hastig in Bewegung.
Was hier los ist, lässt sich zu dem Zeitpunkt noch nicht ergründen.

Nach Sonnenaufgang erscheint dann die Polizei am Campsite 5 und wir bekommen mit, dass in der Nacht die Seitenscheibe eines Fahrzeuges eingeschlagen und Wertsachen aus dem Führerhaus entwendet wurden.

Auf diesem kleinen, ruhigen und übersichtlichen Campingplatz hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass in Fahrzeuge eingebrochen wird.


Hinweis :

Lasst nichts, aber auch gar nichts an Wertsachen in der Fahrerkabine eures Fahrzeuges!

Das gilt natürlich nicht nur für Namibia, sondern auch für zu Hause !


So, das war ein Ereignis aus der Nacht.
Jetzt geht es mit unseren Erlebnissen weiter.

Die heutige Etappe ist mit 123 Kilometern sehr kurz, sodass wir uns am Morgen Zeit lassen.
Ganz gemütlich wird alles verstaut und gegen 08.40 Uhr starten wir unsere Fahrt nach Lüderitz auf der B 4.
Nach ein paar Kilometern ist das Hinweisschild „Achtung Pferde“am Fahrbahn zu sehen und kurze Zeit später versperren uns auch zwei von ihnen den Weg.
Gaaaaanz langsam schlängeln wir uns zwischen ihnen hindurch und biegen dann zum „View Point“ der Wild Horses ab.
Auch hier sind mehrere Pferde direkt am Weg.

Vom View Point aus sehen wir am Wasserloch eine Oryx Antilope, zwei Strauße und einen Greifvogel.
Die Antilope stampft nach kurzer Stärkung weiter durch die weite Steppe.

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Das war ein schönes Erlebnis zum Tagesanfang. So kann es ruhig weiter gehen.

Die Straße nach Lüderitz ist gut und wir haben uns inzwischen bei einer Geschwindigkeit von gut 60 – 70 Km/h eingependelt.
Bei dieser Geschwindigkeit können wir auch mal ein paar Tiere erkennen.

Mehrere Kilometer vor Lüderitz ändert sich plötzlich das Bild rechts und links der Straße.
Die weite Steppe geht in eine Art Mondlandschaft über.
Links hat man große Sanddünen und rechts hat man echt das Gefühl auf dem Mond zu sein.
Und irgendwann taucht dann auch Lüderitz schemenhaft zwischen den steinigen Hügeln auf.

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Da die Entfernung nicht ganz so groß war, schlagen wir natürlich schon früh (11.30 Uhr) in unserer Unterkunft „Zur Waterkant“ auf.
Vom deutschen Herbergsvater, der hier schon über 20 Jahre lebt, werden wir freundlich empfangen und er erzählt uns auch gleich, wo man hier etwas machen kann.
Mit dabei ist eine Bootstour zu Seehunden und Pinguin Kolonien auf der Insel „Halifax“.
Na, die soll er dann gleich mal für uns reservieren.

Da unser Zimmer noch nicht fertig ist, erkundigen wir uns nach dem Weg zum „Diaz Point“ und dem dortigen Leuchtturm.
Die Entfernung sind ungefähr 20 Kilometer eine Tour und wir werden so 3 Stunden brauchen, wird uns gesagt.

Dann starte wir doch gleich unseren ersten Ausflug in Lüderitz.

Über die D 701 geht es zum Diaz Point.
Gleich als wir die Second Lagoon passieren, sehen wir viele Flamingos, die im Wasser stehen und Mittagsruhe halten.

Luederitz-Flamingos
Danach machen wir uns auf die Suche nach den Ruinen einer alten Walfängerstation.
Da wir immer zwischen den Dünen fahren und überall Reifenspuren zu sehen sind, wissen wir nicht wirklich, welchen Spuren wir folgen sollen.
Und so kommt es, wie es kommen muss: Wir finden die Ruine nicht, sondern landen irgendwo am Meer.
Aber hier ist es auch schön.

Luederitz-im-Nirgendwo
Luedritz-Meer

Nach diesem kurzen Abstecher in die Dünen geht es weiter auf der D 701 zum Diaz Point.
Je nördlicher wir kommen, um so heftiger wird der Wind.
Wir sind erstaunt, wie kalt es hier oben nach den molligen Nächten in Klein Aus Vista ist.
Von unserem Herbergsvater wurde uns schon gesagt, dass die Brücke zum Diaz Point vor Jahren von einem Sturm zerstört wurde.
Er sagte aber, dass man einfach rechts durch die Landschaft laufen kann und auch so zum Kreuz gelangt.
Wir machen das und kämpfen dabei gegen Wind und Gischt, die die Wellen am steinigen Ufer aufsteigen lässt.
Uns hält es hier nicht lange, sodass wir wirklich nur ein paar Fotos machen und dann zusehen, dass wir wieder ins Auto kommen.

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Luederitz-Leuchtturm
Den Rückweg nehmen wir über die D 702 in Richtung „Große Bucht“.

Hier endet der Weg dann auch in einer Wendeschleife.
Auch hier bläst der Wind ordentlich, wie soll es auch anders sein.
Die Aussicht auf das aufgewühlte Meer ist klasse, aber die Temperaturen im Moment sind nichts für uns.

Ein paar Fotos und es geht weiter über die D 702 zurück nach Lüderitz.
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Den Abend haben wir dann gemütlich im „Diaz Coffee Shop“ verbracht, welcher uns von unserem Herbergsvater empfohlen wurde.

Abschluss:

Die Fahrt hier hoch hat sich auf alle Fälle gelohnt. Wir waren die gesamte Zeit alleine mit dem Auto unterwegs und die Dünenformationen gepaart mit den Felsen und dem aufgewühlten Meer hat etwas ganz Besonderes !

Wir können jedem diesen Ausflug hier hoch nur wärmstens empfehlen!

Tagesstatik:
gefahrene Kilometer: 185 Km
gesamte Reisezeit: 4,5 Stunden
Pausenzeiten gesamt: 2 Stunden
reine Fahrtzeit: 2,5 Stunden

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

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