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Von Lüderitz nach Sesriem – inkl. D707 (Tag 11)

Nach 2 Nächten in dem gemütlichen Ort Lüderitz geht es für uns heute weiter nach Sesriem.

Das Navi zeigt wieder einmal stolze 467 Kilometer an.

Nachdem wir schon die ersten beiden Etappen von Windhoek in  die Kalahari und von der Kalahari zum Fish River Canyon ähnliche Entfernungen zurückgelegt haben, wissen wir schon was uns heute erwartet.

Aber es sollte noch „schlimmer“ kommen.

Wir starten um 08.00 Uhr.

Die heutige Route geht erst einmal ca. 125 Kilometer über die Teerstraße B 4 zurück nach Aus.

Hier kann man gut fahren und die Strecke kennen wir schon, sodass wir mit den erlaubten 120 Km/h unterwegs sind, um einfach „Strecke“ zu machen.

Hinzu kommt noch, dass in unserem „Roadbook“, welches wir am ersten Tag in Windhoek vom Veranstalter erhalten haben, ausdrücklich drin steht, dass wir vor 16.00 Uhr im Sesriem Camp * ankommen sollen.

Weshalb dies da drin steht hat sich uns nicht erschlossen, da überall angegeben ist, dass das Camp bis zum Sonnenuntergang geöffnet ist und der ist im Moment bei ca. 17.30 Uhr liegt.

Nach der Fahrt über die B 4 biegen wir kurz hinter Aus auf die C 13 ab.

Und schon geht die Schüttelei los.

Auf dem Stück von Aus bis zum Abzweig zur D 707 ist die gesamte Strecke übelstes Waschbrett.

Wir sind jetzt bis zum Abzweig der D 707 gute 2 Stunden unterwegs und wir haben jetzt schon das Gefühl, dass die Plomben in den Zähnen locker sind.

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Die D 707 ist dann auch nicht viel besser.
Der Zustand ändert sich erst, als die Fahrbahn in Sand übergeht.
Hier lässt es sich gut fahren, denn der Sand ist nicht zu locker, sodass wir ganz entspannt mit knapp 50 Km/h unterwegs sind.


An dieser Stelle noch ein kleiner Rückblick:

Bei der Übergabe unserer Reiseunterlagen sind wir ja die Strecken durchgegangen und der gute Man hat uns eindringlich davon abgeraten die D 707 zu fahren.
In unserem ersten Artikel hatten wir dann geschrieben, dass wir die D 707 trotzdem fahren werden.

Zu dieser Aussage von uns haben wir über Facebook diverse Kommentare erhalten, die den Tenos hatten „Namibia ist kein Safaripark. Wenn uns Einheimische etwas sagen, dann sollten wir uns auch dran halten:“

Selbstverständlich haben wir uns in Lüderitz noch einmal zum Zustand der Strecke erkundigt und uns wurde mehrfach bestätigt, dass die Strecke gut zu fahren ist.

Außerdem zählt sie zu den schönsten Straßen Namibias.

Die Autovermieter sehen es nicht gerne, dass die D 707 gefahren wird, da sie „offiziell“ als Offroad-Strecke gilt (so wurde es uns jedenfalls in Lüderitz von Einheimischen erzählt.)


Landschafitlich ist die D 707 wirklich eine sehr schöne abwechslungsreiche Strecke.

Die schönste, die wir bis jetzt gefahren sind.

Rechts die Berge, links die weite Ebene und in der Mitte die Straße aus braunem Sand.

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Während wir so auf dem sandigen Untergrund dahingleiten, haben wir auch wieder ein paar Tiersichtungen.
Strauße stehen nicht weit entfernt von der Straße, eine Oryx Antilope schreitet gemächlich am Rand entlang.

Irgendwann sieht Bibo etwas in der Ferne stehen und meint so nebenbei „sieht aus wie Pferde“…..nein, es waren unsere ersten Zebras, die wir an der D 707 zu sehen bekommen haben.

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Und so poltern wir überglücklich weiter auf der D 707 in Richtung C 27, die wir dann weiter bis nach Betta fahren.

Auf der Karte ist eine Tankstelle eingezeichnet und unser Gastgeber in Lüderitz hat uns geraten, hier zu tanken, da in Sesriem nicht immer Benzin vorrätig sein soll.

Diesen Rat befolgen wir, tanken das Auto voll und machen hier beim „Betta Camping“ auch noch eine Rast.
Die Bratwurst mit Kartoffelsalat ist hier übrigens unheimlich lecker !

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Dann stehen noch einmal ungefähr 135 Kilometer übelstes Waschbrett an.
Solch ein Gerappel über ganze Zeit hält doch kaum ein Mensch aus.
Trotz der Strapazen für Auto und Körper ist die Landschaft einmalig und das entschädigt ungemein.

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Je näher wir dem Ziel kommen, um so öfter machen wir eine kleine Pause, um unser Knochen einmal auszuschütteln.

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Gegen 16.10 Uhr treffen wir dann beim Sesriem Camping ein.
Nach der Registrierung am Eingang geht es zur Rezeption.
Wir checken ein und uns wird der Standplatz 24 zugewiesen.
Als die nette Dame am Tresen sieht, dass wir 3 Nächte bleiben, ändert sie plötzlich den Standplatz auf Nummer 26.

Gleich daneben sitzt eine Dame der Parkverwaltung und möchte von uns die Parkfee haben.
Wir zahlen für die 3 Tage Sesriem 510 N$ (ca. 35 Euro).

Dann machen wir uns auf die Suche nach unserem Platz.
Zuerst finden wir natürlich Standplatz Nr. 24.

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Unter diesem Baum sollten wir zuerst stehen.
Aber es hat uns dann doch besser getroffen.
An unserem Platz 26 angekommen sind wir froh, dass die Dame so nett war und noch einmal umgebucht hat.

Der Platz sieht doch bedeutend gemütlicher aus!

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Beide sind wir richtig fertig und froh, angekommen zu sein.
Jetzt gibt es erst einmal ein kühles Bierchen, bevor wir im Restaurant etwas essen werden, da wir wirklich keine Lust mehr haben, noch den Grill anzuschmeißen.

Dann heißt es nur noch schnell Zelt aufbauen, kurz die Aussicht genießen und dann fallen und auch schon die Augen zu.


Zum Abschluß können wir euch die D 707 nur wirklich ans Herz legen!
Eine sehr schöne, abwechslungsreiche und auch tierreiche Strecke, welche jede Strapaze lohnt.

Hier unsere heutige Route auf der Karte:

Tagesstatistik:

gefahrene Kilometer: 464 Km
gesamte Reisezeit: 8 Stunden
Pausenzeiten gesamt: 1 Stunde
reine Fahrtzeit: 7 Stunden

Liebe Grüße

Bibo & Tanja

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über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

2 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden,

    Danke für den ausführlichen Artikel und die schönen Bilder von der D 707. Die Strecke wird so oft empfohlen, dass wir sie auch fest eingeplant haben. Auch wenn die Locals davon abraten sollten, euer Artikel hat uns überzeugt, an dem Plan festzuhalten.
    Weiterhin eine gute Reise!

    VG von Christine (von Cache’n’Travel)

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